Knallharte Prognose

Bauernregel: "Im September viele Spinnen..."

Eine Spinne sitzt in der Mitte ihres Netzes vor dunklem Hintergrund.
© Getty Images
Der September bringt oft viele Spinnen in Wohnungen und Gärten mit sich. Eine alte Bauernregel sieht darin ein klares Zeichen für einen bevorstehenden harten Winter.
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Eine alte Weisheit lautet: "Wenn im September viele Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen." Das Phänomen fällt derzeit in vielen Wohnräumen, Kellern, Schuppen sowie auf Wiesen auf. Früher nutzten die Menschen solche Beobachtungen in der Natur, um sich rechtzeitig auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten und Vorräte anzulegen. Doch hat der spürbare Spinnenauftritt tatsächlich eine Bedeutung für das kommende Wetter?

Paarungszeit sorgt für Spinnenwanderung

Der Hauptgrund für die vielen Begegnungen im Spätsommer ist biologischer Natur. Bei zahlreichen Hausspinnen werden die Männchen zu dieser Zeit geschlechtsreif. Sie verlassen ihre Netze und wandern umher, um Weibchen zu suchen. Dabei gelangen sie häufiger in menschliche Behausungen. Zudem sind die Tiere im Garten nach dem Sommer ausgewachsen. Die im Frühjahr geschlüpften Jungtiere haben eine beachtliche Größe erreicht, was auch ihre Netze deutlich auffälliger macht.

Tau macht Netze sichtbar

Die herbstlichen Bedingungen verstärken diesen Eindruck zusätzlich. Nach kühlen Nächten lagern sich Tautropfen an den Netzen an, wodurch sie morgens an Hecken und auf Wiesen glitzern. An sonnigen Tagen im September lässt sich zudem das sogenannte Spinnenfliegen beobachten. Dabei nutzen junge Baldachinspinnen feine Fäden, um sich vom Wind an neue Orte tragen zu lassen. Dieses Verhalten ist Teil ihres normalen Lebenszyklus und steht in keinem Zusammenhang mit einem extremen Winter.

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