Rad-EM in Slowenien
Nach Sturzdrama: Evenepoel jubelt im Millimeter-Thriller
Dabei hing die erste EM-Goldmedaille für den Doppel-Olympiasieger von Paris 2024 mehrfach an einem seidenen Faden. Fluchtgefährte Giulio Ciccone musste sich nur um Millimeter geschlagen geben. Bronze holte dessen italienischer Landsmann Christian Scaroni (+59 Sek.). Bester Österreicher (der Vuelta-Dritten Felix Gall war nicht am Start): Michael Gogl als 20. (+2:47 Min.).
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Evenepoel-Sturz in der vorletzten Runde
In Abwesenheit von Titelverteidiger Tadej Pogacar (fehlte in seiner slowenischen Heimat verletzungsbedingt) attackierte Favorit Evenepoel 35 km vor dem Ziel im längsten Anstieg des Rundkurses, stürzte aber kurz darauf vor Ciccone in Führung liegend auf der Kuppe in einer Kurve. Der 26-Jährige blieb bis auf Abschürfungen unversehrt, rappelte sich auf, setzte das Rennen fort und holte seine Konkurrenten unfassbar schnell wieder ein.
Wenig später folgte sein nächster Angriff, erneut konnte nur Ciccone folgen. Der Bergkönig des Giro d'Italia hielt mit dem Zeitfahrweltmeister bis zum Ende mit, ehe er im Sprint um Millimeter das Nachsehen hatte.
Damit komplettierte Evenepoel eine Woche nach dem enttäuschenden 12. Platz im WM-Straßenrennen die Sammlung aller sechs möglichen Einzel-Titel bei Großereignissen für Nationalteams: Bei Olympia 2024 in Paris hatte er das Zeitfahren und das Straßenrennen gewonnen. WM-Gold im Straßenrennen holte er 2022, im Zeitfahren ist er seit 2023 viermal in Serie Weltmeister geworden. Den Zeitfahr-Titel bei Europameisterschaften sicherte er sich 2019. Sieben Jahre später jagt er das EM-Double. "Wenn Remco am Start ist, geht es für den Rest nur mehr um Silber und Bronze", meint der Österreicher Felix Großschartner vor dem EM-Zeitfahren am Mittwoch.
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