ATP-Peking

Nach Schiri-Eklat: Djokovic stoppt Zverev im Dreisatz-Thriller

Novak Djokovic kämpft Alexander Zverev in einem packenden Dreisatz-Krimi nieder und sorgt mit einer strittigen Szene für Wirbel!
© Getty Images
Altmeister Novak Djokovic kann es immer noch! Der 39-jährige Major-Rekordsieger hat beim ATP-500-Turnier in Peking einmal mehr seine Klasse unter Beweis gestellt. Im Viertelfinale rang der Serbe den topgesetzten Deutschen Alexander Zverev nach 2:34 Stunden mit 4:6, 6:4, 6:4 nieder und zog ins Halbfinale ein. Damit baute der "Djoker" seine beeindruckende Turnierbilanz auf 32 Siege ohne Niederlage aus.
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Doch der packende Dreisatz-Krimi hatte nicht nur sportlich einiges zu bieten. Schon während der Partie sorgte eine kuriose Szene für Diskussionen: Als Zverev zum Aufschlag ansetzte, wechselte plötzlich die digitale Werbebande im Hintergrund. Der Hamburger beschwerte sich beim Schiedsrichter, der die Situation überprüfen ließ und eine Wiederholung des Punktes anordnete. Djokovic war darüber alles andere als erfreut und argumentierte, sein Gegner hätte die Unterbrechung früher beanstanden müssen.

»Ich lass die Jungen für ihr Geld arbeiten«

Auf dem Platz ließ sich der Serbe davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Zunächst hatte Zverev das Kommando übernommen und sich den ersten Satz mit 6:4 gesichert. Doch Djokovic kämpfte sich zurück, fand immer besser ins Spiel und drehte die Partie mit zwei weiteren 6:4-Sätzen. Vor allem in den entscheidenden Momenten bewies der Routinier seine Nervenstärke – und ließ dem Deutschen am Ende das Nachsehen.

"Für diese Momente spiele ich immer noch. Die Motivation ist groß, wenn man sich gut fühlt und gegen die Besten gewinnen kann", erklärte Djokovic im ATP-Interview. Trotz eines schwierigen Starts habe er im Laufe des ersten Satzes seinen Rhythmus gefunden. "Ich bin froh, dass meine Nerven gehalten haben." Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: "Ich bin immer noch da und lasse die Jungen für ihr Geld arbeiten."

In Wien kann Zverev Sinner als Nummer eins ablösen

Für Zverev bedeutet die Niederlage einen Dämpfer auf der Asien-Tour. Der Deutsche kann Jannik Sinner vorerst noch nicht als Nummer eins der Welt ablösen – möglicherweise könnte das beim Turnier in Wien zum Thema werden.

Djokovic darf in Peking hingen weiter vom Titel träumen. Im Halbfinale wartet mit dem drittgesetzten Russen Daniil Medwedew die nächste große Herausforderung. Durch den Sieg gegen Zverev baute der Serbe seine Führung im direkten Duell auf 10:5 aus. Zwar wartet der "Djoker" in diesem Jahr noch auf seinen ersten Turniersieg, doch sein Auftritt gegen den Deutschen war ein deutliches Lebenszeichen. Nach den wiederkehrenden körperlichen Rückschlägen der vergangenen Monate bewies der 39-Jährige einmal mehr Kampfgeist und Klasse. Die Botschaft ist klar: Mit Djokovic ist weiterhin zu rechnen!

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