Von Route abgewichen
Mullah-Regime stoppen Schiffe: Öltanker explodiert
Nach Berichten iranischer Medien lief ein Öltanker auf eine Seemine auf und explodierte. Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen, berichteten die dem Militär und den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet.
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Die Garden erklärten laut der ihnen nahe stehenden Agentur Tasnim, sie setzten die Kontrolle über ein 240.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Persischen Golf und der Straße von Hormuz durch. Diese Fläche entspricht etwa drei Mal dem österreichischen Staatsgebiet.
Kein Schiff könne passieren, ohne die iranischen Vorschriften einzuhalten, hieß es. Versuche des US-Militärs, den Kurs von Schiffen zu ändern, würden mit "einer entschlossenen Reaktion und Warnschüssen beantwortet". Als Folge seien die betroffenen Schiffe gezwungen, umzukehren.
Iran droht USA mit Ausweitung des Konflikts
Armeesprecher Amir Akraminia drohte mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets, falls die USA ihre Luftangriffe fortsetzen. Unter Verweis auf Angriffe der jemenitischen Houthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer sagte der Sprecher laut Nachrichtenagentur Mehr, entsprechende Warnungen hätten sich schon an Ort und Stelle bewahrheitet.
Schon jetzt reiche das Kriegsgebiet von Jordanien bis zum Persischen Golf. Sollte das US-Militär die Luftangriffe fortsetzen, werde das Gebiet noch weiter ausgedehnt. Das iranische Militär habe entsprechende Strategien vorbereitet. Nach Angaben Sprechers ist das Militär auch auf andere Szenerien vorbereitet. Er nannte eine großangelegte Luftoperation sowie eine Bodenoffensive des US-Militärs.
Teheran verhandelt mit Maskat
Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai erklärte laut englischsprachigem Staatssender PressTV, es gebe keine Veränderung der Verkehrslage in der Straße von Hormuz. Der Sprecher verwies auf bilaterale Gespräche mit Vertretern des Oman, dessen Territorialgewässer einen Teil der internationalen Schifffahrtsroute umfassen.
Die iranische Regierung versuchte indes den Eindruck einer Verständigung mit dem gegenüberliegenden Anrainerstaat zu vermitteln. Die Gespräche mit Vertretern des Omans am Wochenende in Teheran seien produktiv gewesen, teilte das iranische Außenministerium mit. Die technischen und politischen Konsultationen dauerten demnach an.
Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund einer Verschärfung im Schifffahrtskonflikt zwischen Washington und Teheran statt. US-Streitkräfte beschossen am Samstag einen Tanker in der Straße von Hormuz, der ihre Blockade iranischer Häfen durchbrechen wollte. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Samstag, sie hätten vier Schiffe an der wichtigen Meerenge gestoppt.
Katar lässt Schiffsverkehr normal laufen
Der Schiffsverkehr im Golfstaat Katar läuft nach vorigen Warnungen wegen erneuter iranischer Angriffe wieder normal. Fahrten für alle Arten von Schiffen seien ab heute wieder regulär möglich, teilte das katarische Transportministerium mit. Die Betreiber und Besatzungen von Schiffen sollten sich aber weiterhin an die Vorschriften halten, um ein höchstes Maß an Sicherheit zu garantieren.
Katar hatte nach erneuten iranischen Angriffen zuvor zu einer vorübergehenden Einstellung des Schiffsverkehrs geraten. Für alle Fahrten und andere "meeresbasierte Tätigkeiten" werde empfohlen, diese bis auf weiteres auszusetzen, teilte das Ministerium vor zwei Wochen mit. Das betreffe auch Fischer- und Freizeitboote, Jetskis und "alle anderen Seefahrzeuge". Die Warnung folgte nach erneuten Angriffen aus dem Iran.
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