Bildungs-Sensation
Schulabschluss mit 9 Jahren – Eltern: "Sie ist kein Genie"
Sie ist gerade einmal neun Jahre alt – und ist die jüngste Absolventin Frankreichs. Das Mädchen bestand das französische Brevet des collèges mit einem Schnitt von 15,85 von 20 Punkten. Das Examen wird in Frankreich normalerweise von Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 15 Jahren geschrieben.
Während der Prüfungen saß Agnès mit Jugendlichen im Raum, die bis zu 6 Jahre älter waren als sie. Für das Mädchen selbst war das offenbar kein Problem. "Beim Eiskunstlauf bin ich auch schon gegen Ältere angetreten", sagte sie gegenüber Le Dauphiné.
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Unterricht mit Büchern aus den 1950er-Jahren
Seit der Corona-Pandemie wird Agnès zu Hause von ihrer Mutter unterrichtet. Dabei kommen nicht moderne Schulbücher zum Einsatz, sondern Mathematik- und Französischbücher aus den 1950er-Jahren. Im Geschichtsunterricht nutzte die Familie außerdem Lieder, die mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt wurden.
Ihr Vater Nicolas Baldeck sieht darin eine bewusste Alternative zum heutigen Bildungssystem. Er ist überzeugt, dass Kinder deutlich mehr leisten können, als ihnen im Unterricht zugetraut wird. Das heutige Brevet entspreche nach seiner Ansicht dem Niveau, das Neunjährige bereits vor rund 50 Jahren erreicht hätten.
"Agnès ist kein Genie"
Trotz der außergewöhnlichen Leistung weisen die Eltern den Eindruck zurück, ihre Tochter sei ein Wunderkind. "Agnès ist kein Genie", betonen sie. Sie sei emotional ein ganz normales neunjähriges Mädchen, bastle gerne Wollarmbänder und schaue Zeichentrickfilme. Entscheidend sei vielmehr das strukturierte Lernen mit anspruchsvollem Unterrichtsmaterial.
Nach ihren Prüfungen zeigte sich Agnès optimistisch. Vor allem in Mathematik und Englisch hoffte sie auf jeweils 18 von 20 Punkten. Das junge Mädchen wird weiterhin zuhause unterrichtet und möchte spätere eine Designerin werden.
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