Algenplage
Mega-Hitze: Badeverbote in Italien
Während sich Tausende Urlauber bei Temperaturen von teils fast 40 Grad im Meer abkühlen wollen, müssen einzelne Strandabschnitte vorübergehend gesperrt werden.
Algenplage
Verantwortlich ist die Mikroalge Ostreopsis ovata, die sich besonders in flachen, windgeschützten Buchten mit warmem Wasser stark vermehrt. Betroffen sind unter anderem Küstenabschnitte in Apulien, Latium, der Toskana und auf Sizilien. Die Behörden überwachen die Wasserqualität laufend und verhängen je nach Messergebnissen kurzfristig Badeverbote oder heben diese wieder auf. Die Lage kann sich innerhalb weniger Tage ändern.
Die Alge kann Giftstoffe bilden, die vor allem über Meeresaerosole und Gischt aufgenommen werden. Mögliche Folgen sind gereizte Augen, Haut- und Atemwegsbeschwerden, Husten, Fieber oder Übelkeit. Die Symptome treten oft erst einige Stunden nach dem Kontakt auf und klingen in den meisten Fällen innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder ab.
Experten sehen einen Zusammenhang mit den steigenden Wassertemperaturen im Mittelmeer. Heiße Sommer und lang anhaltende Hitzeperioden schaffen ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Mikroalge. Deshalb rechnen Fachleute damit, dass das Problem künftig häufiger auftreten wird.
Auch interessant
Urlaubern wird empfohlen, sich vor dem Baden über die aktuellen Hinweise der örtlichen Behörden zu informieren. Da sich die Algenblüten rasch verändern können, gelten Badeverbote oft nur für einzelne Strandabschnitte, während benachbarte Strände weiterhin geöffnet bleiben.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden