Bei fast 40 Grad

Kroatien-Urlauber stecken in Mega-Stau fest

© Getty Images
Wer derzeit mit dem Auto nach Kroatien fährt, braucht extrem starke Nerven. Auf den Hauptrouten Richtung Adriaküste bringen gewaltige Urlauberströme die Straßen und Grenzen an ihre Belastungsgrenze.
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Montag bildete sich nach einem Unfall auf der A1 zwischen Lučko und Karlovac eine bis zu 25 Kilometer lange Kolonne. Auf den wichtigsten Routen Richtung Adriaküste, etwa auf der A1 zwischen Zagreb und Karlovac, kam es in den letzten Tagen zu kilometerlangen Staus und stockendem Kolonnenverkehr. Neben dem starken Reiseverkehr erschweren auch Unfälle und Baustellen die Situation. Die aktuelle Reisewelle zeigt erneut, wie sehr die Infrastruktur in Kroatien und den Grenzregionen an ihre Grenzen stößt. Die Temperaturen lagen teils bei 39 Grad.

Verzögerungen auf den Ausweichstrecken

Viele Autofahrer versuchten, den Hauptverkehrsadern auszuweichen und nutzten regionale Straßen, was auch dort zu Verzögerungen führte. Auf der alten Karlovac-Straße DC1 staute sich der Verkehr zwischen Klinča Sela und Jastrebarsko sowie vor Karlovac auf insgesamt acht Kilometern.

Chaos an den Grenzübergängen

Auch auf Landstraßen und an mehreren Grenzübergängen in Bosnien und Herzegowina sorgten Ausweichverkehr, ein Ausfall des digitalen Entry/Exit-Systems und hohe Temperaturen für erhebliche Verzögerungen. Im Süden meldeten mehrere Grenzübergänge zwischen Kroatien und Bosnien lange Wartezeiten. Besonders am Übergang Izačić brachte der Ausfall des Entry/Exit-Systems den Verkehr beinahe zum Erliegen. Kilometerlange Fahrzeugkolonnen bildeten sich auf beiden Seiten der Grenze, auch am Nachmittag entspannte sich die Lage kaum. Autofahrer mussten mit bis zu 15 Stunden Wartezeit rechnen. Der kroatische Automobilclub HAK rät, die Geschwindigkeit an die Verhältnisse anzupassen.

Einheimische spüren harte Folgen

Die Verkehrssituation ist seit Jahren ein Problem, das nicht nur Urlauber, sondern auch die lokale Bevölkerung betrifft. Viele Bewohner der Grenzregionen berichten von blockierten Ortsstraßen und tagelangen Verkehrsproblemen. Feuerwehr und Zivilschutz versorgten Autofahrer mit Wasser.

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