Wiesn-Wirbel

Kellner-Revolte: Aufstand am Münchner Oktoberfest

Menschenmenge im Paulaner-Bierzelt beim Anstich zur Eröffnung des Oktoberfests in München 2026.
© EPA
Gleich sieben Kellner haben im Paulaner-Festzelt gekündigt.
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Ungewöhnlicher Zwischenfall auf dem Münchner Oktoberfest: Im Paulaner-Festzelt ist ein Streit zwischen Mitarbeitern und Wirt eskaliert. Sieben Schankkellner kündigten daraufhin gleichzeitig – und plötzlich fehlte Personal am Zapfhahn.

Auslöser des Konflikts sollen zwei Mitarbeiter gewesen sein, die am Montagabend in einem Nebenraum beim unerlaubten Biertrinken erwischt wurden. Als der Wirt sie darauf ansprach, entwickelte sich daraus nach Angaben einer Sprecherin ein heftiger verbaler Streit. Einer der Betroffenen kündigte daraufhin selbst. Weitere Kollegen solidarisierten sich zunächst und kündigten ebenfalls an, den Betrieb sofort zu verlassen. Insgesamt sieben Schankkellner beendeten schließlich ihre Arbeit.

Kein Engpass

Für das Festzelt hätte das durchaus problematisch werden können: Ohne Schankkellner ist der Bierausschank kaum aufrechtzuerhalten. Kurzfristig sprangen deshalb Bedienungen ein. Zusätzlich half das benachbarte Hacker-Festzelt aus und schickte drei Mitarbeiter für rund eine Stunde ins Paulaner-Zelt.

Einen Bier-Engpass habe es dennoch nicht gegeben, betonte die Sprecherin von Wiesn-Wirt Lorenz Stiftl. Die Gäste hätten von dem Personalengpass nichts bemerkt.

Eine Menschenmenge im Festzelt, eine Frau greift nach einem großen Bierkrug beim Oktoberfest.
© APA/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Auch die Münchner Wiesn-Wirte reagierten auf die ungewöhnliche Situation. Man sei für die schnelle Hilfe der Konkurrenz dankbar: "Die Wiesn-Familie hält eben zusammen und hilft sich gegenseitig", hieß es. Gleichzeitig wurde klargestellt, dass Alkohol am Arbeitsplatz nicht geduldet werden könne.

Die Personalfrage war offenbar schnell gelöst: Bereits am Dienstagmorgen wurden im Paulaner-Zelt acht neue Schankkellner eingestellt.

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