Long Cold

Husten & Schnupfen gehen nicht weg? So wirst du die Dauererkältung los

Frau sitzt auf Sofa, hält sich die Brust und hustet, wirkt krank und erschöpft.
© Getty Images
Die goldene Jahreszeit hat leider oft einen lästigen Begleiter im Gepäck: Die Erkältungssaison. Aber was, wenn der grippale Infekt einfach nicht verschwinden will und du gefühlt seit Wochen Taschentücher hortest?
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Der Volksmund sagt: „Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage“. Nach spätestens ein bis zwei Wochen solltest du eigentlich wieder fit sein. Doch manchmal halten sich Husten und Schnupfen hartnäckiger als gedacht. Wir verraten dir, warum das so ist und mit welchen genialen Tricks du den Erregern endlich den Laufpass gibst.

Warum die Erkältung einfach nicht verschwindet

Wenn du dich auch nach zehn Tagen noch schlapp und angeschlagen fühlst, könnte eine Dauererkältung dahinterstecken. Es gibt mehr als 200 verschiedene Viren (darunter Rhino- und Adenoviren), die Erkältungen auslösen können. Oft hast du einen Infekt gerade erst bekämpft und dein Immunsystem ist noch erschöpft, da fängst du dir direkt das nächste Virus ein. Es fühlt sich an wie eine einzige, unendliche Erkältung, dabei jagt in Wahrheit ein Infekt den nächsten.

Eine Taschentuchbox steht auf einem Holztisch im Sonnenlicht.
Taschentücher © Getty Images

Du hast dir vielleicht nicht genug Ruhe gegönnt: Wer mit Medikamenten die Symptome unterdrückt und zu früh wieder arbeiten geht oder Sport treibt, verschleppt die Heilung. Angeschlagene Schleimhäute sind ein gefundenes Fressen für Bakterien. Aus einem simplen Schnupfen kann so schnell eine hartnäckige Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder eine Bronchitis werden.

Das hilft bei einer Dauererkältung wirklich

Starke Medikamente sind nicht immer die Lösung, um den Infekt endgültig zu verjagen. Hier sind die besten Strategien und bewährten Hausmittel, um dein Immunsystem zu resetten:

Tipp 1: Schongang 
Dein Körper leistet gerade Schwerstarbeit. Streiche alle unnötigen Termine. Schlaf ist die beste Medizin, denn im Ruhezustand arbeitet unsere Immunabwehr auf Hochtouren. Gönn dir echte Pausen.

Tipp 2: Viel trinken
Es klingt simpel, aber es ist die wichtigste Regel: Flüssigkeit löst den festsitzenden Schleim in Lunge und Nase und lindert das Kratzen bei Halsschmerzen. Greife zu warmem Wasser, ungesüßten Tees (Thymian bei Husten, Salbei bei Halsschmerzen) oder warmen Brühen, wie einer Hühnersuppe. Bestimmte Inhaltsstoffe der Suppe blockieren im Organismus bestimmte weiße Blutkörperchen, die für Entzündungsprozesse verantwortlich sind.

Tipp 4: Inhalieren
Deine Schleimhäute sind vom vielen Schnäuzen gestresst. Ein heißes Dampfbad mit Meersalz oder Kamille befreit verstopfte Atemwege sanft. Noch besser sind spezielle Inhaliergeräte aus der Apotheke, die den Dampf in feinste Tröpfchen vernebeln, sodass er tief in die Bronchien eindringen kann.

Tipp 5: Kampf der Heizungsluft
Im Herbst trocknet warme Heizungsluft die Schleimhäute aus. Die Folge: Viren haben leichtes Spiel. Lüfte regelmäßig stoßweise durch und lege ein feuchtes Handtuch über die Heizung, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen.

Wann solltest du zum Arzt gehen?

Frau sitzt im Bett, hält das Gesicht in den Händen und wirkt verzweifelt oder traurig.
Erkältung © Getty Images

Sich ein bis zwei Wochen schlapp zu fühlen, ist nervig, aber normal. Sollten die Beschwerden jedoch länger als zwei bis drei Wochen anhalten, das Fieber plötzlich zurückkehren, oder du Schmerzen im Kiefer und an der Stirn spüren, ist ein Arztbesuch Pflicht. Wenn sich eine bakterielle Entzündung eingenistet hat, kommst du eventuell um ein Antibiotikum nicht herum.

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