RÜCKRUF bei BIPA

Händler nehmen Klebetattoos aus Sortiment

Klebetattoo
© Getty Images
Nach einem Labortest der Arbeiterkammer Oberösterreich werden Kinder vor giftigen Klebetattoos geschützt.
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Es sind Chemie-Cocktails aus bis zu 12 ver­schiedenen Stoffen: Einige Händler stoppen den Verkauf von Klebetattoos für Kinder, in welchen in einem Labortest der Arbeiterkammer Oberösterreich und der Umweltorganisation Greenpeace Chemikalien wie Weichmacher, Schwermetalle und PFAS gefunden worden sind. Das teilte Greenpeace am Montag per Aussendung mit. Bipa, Thalia, dm und Temu hatten in der Vorwoche in Stellungnahmen gegenüber Greenpeace erklärt, dass sie den Verkauf der betroffenen Produkte gestoppt haben. Von 15 getesteten Produkten sind 13 nicht empfehlenswert.

Bei Müller, Amazon und Shein waren die getesteten Produkte demnach online nicht mehr auffindbar, eine Stellungnahme oder Bestätigung zur Auslistung lag der Umwelt-NGO aber nicht vor. Unklar bleibe, ob die Klebetattoos tatsächlich vollständig aus dem Verkauf genommen wurden und welche Konsequenzen die Unternehmen aus den Testergebnissen ziehen.

Rückgabe auch ohne Kassabon

Klebetattoo
Es gibt eine Vielzahl an Motiven. © Greenpeache

Laut Stellungnahme können Kunden bei Bipa die getesteten Tattoos auch ohne Kassabon zurückgeben, hieß es.  Greenpeace forderte von den Händlern den Verkaufsstopp aller belasteten Klebetattoos und einen Sortiments-Check auf problematische Chemikalien.

Greenpeace sah trotz der Reaktion einzelner Handelsketten Lücken im Kinderschutz: Chemikalien wie langlebiges PFAS oder verbotene Weichmacher würden wegen mangelnder Grenzwerte für "Chemikalien-Cocktails" weiter auf sensibler Haut landen. Die Organisation forderte von Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP), sich auf EU-Ebene für strengere Chemikalienregeln und ein lückenloses PFAS-Verbot einzusetzen.

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