oe24 EXKLUSIV

"Es ist vorbei!" Wiener SPÖ für Babler-Rückzug

Andreas Babler, Michael Ludwig
© APA/MAX SLOVENCIK
Die Würfel sind laut oe24-Informationen gefallen: Die Wiener Landespartei fordert einen sofortigen Rücktritt von Andreas Babler. Favorit der Wiener als Babler-Nachfolger ist Finanzminister Markus Marterbauer.
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Die Entscheidung ist gefallen: Am Samstag trafen sich der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig mit seinen Wiener Präsidiumsmitgliedern und den Bezirksvorsitzenden der Wiener Landespartei. Im Anschluss sprach Ludwig von einer "einheitlichen Linie" und einem "sehr starken Votum der SPÖ Wien" für das morgige Treffen. Details wollte der Bürgermeister auf Nachfrage jedoch nicht nennen.

Wiener Landespartei hat sich auf Babler-Aus geeinigt

Wie oe24 von mehreren Sitzungsteilnehmern bestätigt wurde, habe sich die Wiener SPÖ hinter den Kulissen aber auf eine klare Position geeinigt: Andreas Babler müsse als SPÖ-Chef und Vizekanzler zurücktreten. "Der einheitliche Tenor aller Anwesenden war: Es ist vorbei!", so ein Teilnehmer gegenüber oe24. Damit steht fest: Der Wiener Bürgermeister, der zuletzt als einziger noch seine schützende Hand über Babler gehalten hatte, wird sich bei der morgigen Sitzung gegen Babler aussprechen. Darauf habe sich die Wiener Landespartei heute geeinigt, heißt es.

Mehrheit der Wiener Bezirke für Marterbauer als Babler-Nachfolger

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ)
Finanzminister Markus Marterbauer ist der Favorit der Wiener SPÖ als Babler-Nachfolger. © APA/HELMUT FOHRINGER

Innerhalb der Wiener Bezirke gibt es jedenfalls eine eindeutige Mehrheit für Finanzminister Markus Marterbauer als Babler-Nachfolger. Knapp drei Viertel der Bezirke seien für Marterbauer, nur knapp ein Viertel würde hinter Zeiler stehen, erfuhr oe24 aus der Wiener SPÖ. Ob Marterbauer "nur" als Vizekanzler übernehmen soll oder auch als Parteichef, ließ man bei der Sitzung der Wiener SPÖ vorerst offen.

Jetzt soll es raschen Parteitag geben

Eine mögliche Variante wäre, dass Marterbauer vorerst einmal als Vizekanzler übernimmt und die stellvertretenden Parteichefs einen raschen Parteitag organisieren, bei dem dann auch der oder die neue Parteichef(in) gewählt wird. Laut Partei-Insidern dürfte der aber wohl frühestens im Jänner stattfinden. "Fix ist nur: Babler muss weg. Als Vizekanzler und als Parteichef", so ein hochrangiger Wiener SPÖ-Politiker zu oe24. Nachsatz: "Wenn er einen Funken Selbstachtung hat, dann geht er auch als Minister!"

Babler soll zu Rückzug bereit sein

Aus dem Umfeld von Andreas Babler ist jedenfalls zu hören, dass er mittlerweile bereit sei, sich als Parteichef und Vizekanzler zurückzuziehen. Ob er auch als Minister gehe, hänge "vom Angebot ab, das man ihm macht". Möglich wäre etwa, dass Babler Abgeordneter bleibt und ihm zusätzlich ein Geschäftsführer-Job beispielsweise bei der Volkshilfe oder einem anderen Verein oder Unternehmen im SPÖ-Umfeld angeboten wird.

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