Tierrettung
Elefantin Mae Mon: Gerettet und in Sicherheit
Ihre ehemalige Besitzerin Jiamjai Panuram erzählt ihre Geschichte:
"Diese Elefantin heißt Subkamol. Sie ist 49 Jahre alt. In der Vergangenheit arbeitete sie als Reitelefantin in der Provinz Ratchaburi. Danach wurde sie für ein Jahr in einen Tempel in Werachot gebracht, wo sie ebenfalls arbeiten musste. Anschließend kam sie in ein Chao-Khao-Camp, wo sie viele Jahre lang Tourist auf ihrem Rücken tragen musste. Schließlich arbeitete sie hier und gab über ein Jahr lang täglich Tourist Reitangebote. Sie arbeitete jeden Tag von 9 Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags. Da ich mich um meine Mutter kümmern muss, die an Alzheimer erkrankt ist, und mein Mann vor kurzem operiert wurde, habe ich finanzielle Schwierigkeiten. Ich mache mir Sorgen um die Gesundheit und das Wohlergehen meines Mannes und kann mich deshalb nicht mehr um Subkamol kümmern. Ich liebe sie sehr und bin zutiefst dankbar, dass sie an einen besseren Ort gehen darf."
Auch Vincent Guillaud, Mitbegründer von "Les Éléphants de Lek", beschreibt die Vergangenheit der Elefantin:
"Sie hatte in ihrem Leben verschiedene Besitzer, aber sie war immer in der Tourismusbranche, wo sie ausgebeutet wurde. Sie hatte vor kurzem ein Baby, vielleicht vor sechs Jahren, und dieses Baby wurde ihr vor zwei Jahren weggenommen."
Für viele Elefanten bedeutet der Einsatz im Tourismus jahrelanges Leid. Noch immer werden Elefanten in Thailand und anderen Ländern dazu gezwungen, Tourist zu tragen, in Shows aufzutreten oder andere Attraktionen anzubieten. Häufig werden die Tiere unter Bedingungen gehalten, die ihrer natürlichen Lebensweise nicht entsprechen. Viele leiden unter körperlichen Schäden, Stress und traumatischen Erfahrungen. Auch Subkamol gehört zu diesen Elefanten. Doch vor etwa einem Monat begann für sie ein neues Leben: Sie wurde gerettet, erhielt den neuen Namen Mae Mon und durfte in den "Elephant Nature Park" in Chiang Mai im Norden Thailands einziehen. Dort finden gerettete Elefanten einen sicheren Lebensplatz, werden medizinisch versorgt und können ohne Ausbeutung leben.
Isabel Cruz, Mitbegründerin von Les Éléphants de Lek, richtet folgende Worte an die Elefantin:
"Wenn der Elefant mich verstehen könnte, würde ich sagen: Es tut mir leid, was andere Menschen dir angetan haben. Du wirst jetzt unter anderen deiner Art leben. Du wirst sicher sein. Du wirst gut versorgt werden und von Menschen umgeben sein, die dich lieben."
Im "Elephant Nature Park" darf Mae Mon nun erstmals einfach Elefant sein. Sie kann sich frei bewegen, soziale Kontakte zu anderen Elefanten aufbauen und sich von den Erfahrungen der Vergangenheit erholen.
Schon wenige Tage nach ihrer Ankunft im "Elephant Nature Park" erkundete sie ihre neue Welt. Ob beim Spielen im Schlamm während des Monsunregens oder beim entspannten Baden im Fluss – jeden Tag wird sie ruhiger und selbstbewusster. Nach Jahrzehnten voller Arbeit und Verlusten hat sie nun die Chance auf ein Leben in Sicherheit, Frieden und mit der Freiheit, die jedem Elefanten zustehen sollte.
Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 02.08.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 09.08.2026, 18:30 Uhr.
Der Lebenshof in Chiang Mai zeigt dabei auch eine tierfreundliche Alternative für Reisende: Tourist:innen können Elefanten sehen und mitanpacken, anstatt Attraktionen zu unterstützen, bei denen Tiere leiden müssen.
Auch du kannst den "Elephant Nature Park" in Chiang Mai besuchen und so den Lebenshof unterstützen. Nicht nur ein Tagesausflug ist möglich. Der Lebenshof bietet auch Programme für freiwilligen Arbeit im Rahmen eines Urlaubs direkt am Lebenshof. Freiwillige können die Tiere im Alltag begleiten, mithelfen und finden selbst am Lebenshof eine Unterkunft und Verpflegung. Eine wertvolle Erfahrung, die voll und ganz den Tieren zugutekommt.
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