Selbst überrascht

Durch Zufall: Forscher findet Rettung für Korallen

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Die Korallenbleiche führt zum massenhaften Absterben ganzer Riffe und hat weitreichende Folgen. Wurde jetzt ein Heilmittel gefunden?
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Korallenriffe sind wichtig für unsere Meere: Sie dienen Meeresbewohnern als Nahrungsquelle und Schutz, sie sind riesige Wellenbrecher und bewahren Küsten vor Flutwellen und starker Erosion.

Das Leiden der Korallen

Zu warmes Wasser - eine Folge des Klimawandels - setzt die Tiere unter Stress. Dadurch kommt es zu Korallenbleiche, einer Stressreaktion. Dabei stoßen die Korallen Giftstoffe ab und stoßen ihre Algen ab. Die Algen wiederum geben den Korallen ihre tollen Farben und versorgen sie mit Nährstoffen.

Der Zufallsfund

Steve Palumbi, ein Meereswissenschaftler an der Eliteuni Stanford, machte jetzt durch Zufall eine bahnbrechende Entdeckung: Er hatte in einem Becken seines Labors zwei Korallen: eine gesunde und eine durch Korallenbleiche geschädigte. Eines der beiden Tiere fiel um und die beiden berührten sich. Palumbi kümmerte sich nicht weiter darum, bis er eine Beobachtung machte, die ihn erstaunte: Das ausgebleichte Korallenstück begann sich zu erholen.

Das nahmen Palumbi und sein Team zum Anlass, dieses Phänomen genauer zu untersuchen und bildeten Paare aus gesunden und ausgebleichten Korallenstücken, so Focus.de. Die Hälfte der Paare arrangierten sie so, dass sie einander berührten. Bei den anderen Korallen ließen sie ein paar Millimeter Abstand zwischen den Lebewesen.

Versuch geglückt

Sieben Wochen später war das Ergebnis eindeutig: Die bleichen Fragmente, die mit den gesunden Korallen in Berührung gekommen waren, erholten sich vollständig. Die anderen starben ab. Was passiert ist, zeigte sich unter dem Mikroskop: Durch den Kontakt hatten sich feine Kanäle im Korallengewebe gebildet, die zu Transportwegen wurden.

Im Kampf gegen die Korallenbleiche ist das zwar noch kein Heilmittel, aber es ist ein großer Schritt, der den Forschenden Hoffnung macht. Um eine Koralle zu heilen, braucht es einen Klon, also eine gesunde identische Kopie des erkrankten Stücks. Das lässt sich auf von Korallenbleiche betroffene Riffe derzeit noch nicht anwenden. Palumbi und seine Mitarbeitenden suchen jetzt nach anderen Wegen, Algen wieder in ausgebleichte Korallen einzuführen.

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