Nach Ceuta-Chaos
"Die Menschen haben genug": Bauer attackiert Spaniens Migrationskurs
Die Europa- und Integrationsministerin kritisiert den Umgang Spaniens mit der Situation scharf und fordert ein gemeinsames Vorgehen der EU-Staaten.
"Spanien gefährdet damit die gesamte Europäische Union und ihre Glaubwürdigkeit. Die Menschen haben genug davon und ich ehrlicherweise auch", erklärte Bauer zu den Ereignissen der vergangenen Tage. Bilder wie diese müssten auf europäischem Boden "endlich der Vergangenheit angehören", so die Ministerin.
Bauer fordert gemeinsame Linie der EU
Die Ministerin betonte, dass die EU-Staaten beim Thema illegale Migration enger zusammenarbeiten müssten. Wenn Europa gemeinsame Asyl- und Migrationsregeln wolle, könnten einzelne Länder nicht ausscheren.
Besonders kritisiert Bauer die spanische Regierung wegen ihrer bisherigen Entscheidungen in der Migrationspolitik. Diese hätten laut ihrer Einschätzung dazu geführt, dass Spanien für viele Migranten attraktiver geworden sei.
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"Aufenthaltstitel ist Eintrittsticket in die EU"
"Wer einen Aufenthaltstitel für sein Land verschenkt, verschenkt gleichzeitig ein Eintrittsticket in die gesamte EU", warnte die Ministerin. Die EU trage Verantwortung für rund 450 Millionen Menschen – Entscheidungen einzelner Mitgliedstaaten hätten daher Auswirkungen auf alle anderen Länder.
Bauer erklärte außerdem, sie erwarte von der spanischen Regierung, "europäische Verantwortung" zu übernehmen. Dies habe sie nach eigenen Angaben auch bereits ihrem spanischen Amtskollegen mitgeteilt.
Die Situation in Ceuta hatte zuletzt für internationale Aufmerksamkeit gesorgt. Tausende Menschen hatten versucht, von Marokko aus die spanische Exklave und damit EU-Gebiet zu erreichen. Nach dem anfänglichen Ansturm kehrten inzwischen zahlreiche Migranten wieder nach Marokko zurück.
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