Auf Ceuta

DAS löste den Migranten-Ansturm aus

Viele Menschen stehen und waten am Strand und im Wasser nahe eines Grenzzauns zwischen Marokko und Ceuta.
© APA/AFP/JORGE GUERRERO
Binnen 24 Stunden sind laut offiziellen Angaben rund 49.000 Migranten in die Exklave Ceuta in Nordafrika gelangt.
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Sie seien von Marokko aus auf dem See- und Landweg in das Gebiet gekommen, teilte das spanische Innenministerium am Freitag mit. Das an der Küste gelegene Ceuta ist immer wieder Ziel von Migranten, die von Marokko aus die EU erreichen wollen. Nach dem jüngsten Massenandrang hat Spaniens Regierung zur Unterstützung der örtlichen Polizei Militär entsandt.

Schätzungen aus Polizeikreisen waren zuvor von mehr als 20.000 Menschen ausgegangen, die überwiegend schwimmend nach Ceuta gelangt seien, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete. Mindestens 16 Menschen seien bereits tot aus dem Wasser geborgen worden, hieß es.

Ausgebrannte und zerstörte Fahrzeuge nahe eines Grenzzauns mit Polizei im Hintergrund bei Fnideq.
Damaged and burnt vehicles are pictured at the site of clashes near Fnideq, on the Morocco-Spain border, on July 31, 2026. Thousands of migrants crossed overnight from Morocco into Spain's north Africa's Ceuta enclave, a police source said on July 31, as Prime Minister Pedro Sanchez was set to arrive to manage the latest migrant crisis on the border. (Photo by Abdel Majid BZIOUAT / AFP) © APA/AFP/ABDEL MAJID BZIOUAT

Auch in der zweiten Exklave Melilla hatten zuletzt Hunderte Migranten die Grenze überwunden. Etwa 400 Menschen seien über zwei Grenzübergänge von Marokko aus auf dem Landweg und über einen Damm im Süden der Stadt in das Gebiet gelangt, sagte der Präsident der autonomen Stadt, Juan José Imbroda, dem Radiosender Cope am Donnerstagabend. Die Sicherheitskräfte hätten die Lage unter Kontrolle gehalten. Wie Medien berichteten, habe es zuvor Gerüchte gegeben, denen zufolge die Grenze zu Ceuta Donnerstagfrüh geöffnet werden sollte.

Gerichtsurteil als Auslöser

Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 8. Juli hat die sofortige Zurückweisung von Migranten an der Grenze in bestimmten Fällen für rechtswidrig erklärt. Demnach haben Menschen, die schwimmend einreisen und dabei keine Grenzanlagen überwinden, Anspruch auf ein reguläres Verfahren und können einen Asylantrag stellen. Seit der Entscheidung gehen die Grenzbeamten entsprechend zurückhaltender vor. Beobachter vermuten, dass dies die Zahl der Überquerungsversuche über den Seeweg erhöht haben könnte.

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