Nach Migranten-Sturm
Chaos in Ceuta: "Es ist wie in einer Apokalypse"
Obwohl Polizei und Militär weiterhin nach Migranten suchen, die nach Marokko zurückgebracht werden sollen, verstecken sich zahlreiche Menschen in den bewaldeten Hügeln und an den Stränden rund um die Stadt. Nach Angaben der spanischen Behörden waren innerhalb weniger Tage rund 60.000 Menschen aus Marokko nach Ceuta gelangt.
Viele der Migranten wollen einer Rückführung entgehen und harren deshalb tagelang in provisorischen Lagern aus, die sie aus Ästen und anderem Naturmaterial errichtet haben. Sie verlassen ihre Verstecke meist nur, um Lebensmittel zu besorgen oder sich am Strand zu waschen.
Für die Anwohner verschärft sich die Situation zunehmend. In den Wäldern bleibt immer mehr Müll zurück, zudem berichten Bewohner von versuchten Einbrüchen und dem Versuch, leer stehende Gebäude zu besetzen. Ein Einwohner erklärte, Migranten hätten bereits versucht, "in drei Häuser einzudringen". Gleichzeitig wächst die Sorge vor Waldbränden, weil in den trockenen Hügeln Lagerfeuer entzündet werden könnten.
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
Schlepper aktiv
Auch in der Stadt selbst sorgt die Situation für Unmut. Ein Geschäftsinhaber sagte dem spanischen Fernsehsender RTVE: "Es ist wie in einer Apokalypse. Überall Menschenmassen. Man sieht so viele Menschen herumirren." Er kritisierte zudem, die Behörden seien "nicht in der Lage", das Chaos unter Kontrolle zu bringen.
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
Unterdessen nutzen Schleuserbanden die Lage offenbar weiter aus. Nach Berichten spanischer Medien bringen sie Migranten mit schnellen Motorbooten über die Straße von Gibraltar auf das spanische Festland. Die Polizei beobachtet nach eigenen Angaben wieder verstärkte Aktivitäten auf dieser Route.
Auch politisch sorgt die Krise für heftige Debatten. In Madrid demonstrierten Hunderte Menschen vor der marokkanischen Botschaft und warfen der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez vor, Spaniens Grenzen nicht ausreichend zu schützen. Zusätzliche Kritik löste aus, dass Sánchez trotz der angespannten Lage seinen Sommerurlaub auf Lanzarote antrat und kurz zuvor in den sozialen Medien noch seine persönliche Spotify-Playlist veröffentlichte.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden