Am Abgrund

Bauern: Dürre frisst die Existenz

Mehrere Kühe fressen im Stall Stroh und Futter vom Boden.
© ORF
Wo einst saftig-grüne Weiden das Land prägten, herrscht jetzt gespenstische Dürre. Die Trockenheit hat Österreichs Landwirtschaft in eine existenzbedrohende Krise gestürzt – und die Zeit läuft den Bauern gnadenlos davon.
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In St. Veit an der Gölsen zeichnet Milchbauer Rudolf Buchner ein erschütterndes Bild: 30 bis 50 Prozent Ertragsverlust beim ersten Schnitt, beim zweiten gar nichts mehr! „Wir sind auf Futtermittelzukäufe angewiesen", warnt er alarmiert. Da österreichweit die Dürre wütet, sind die Märkte leergefegt – als letzter Ausweg muss Buchner Maispflanzen kilometerweit heranschaffen, ein finanzieller Kraftakt am Rande des Machbaren.

Die Uhr tickt gegen die Bauern

Futtermittel-Engpässe, Ernteausfälle, Notreife, vorgezogene Schlachtungen – die Existenzangst wächst täglich. Am Montag legt die Hagelversicherung erste Schadenszahlen vor, dann sollen endlich Hilfsverhandlungen starten. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig verspricht bei seinem Besuch: Betriebsmittelkredite, Zinszuschüsse, Kreditstundungen.

Politiker schlagen Alarm

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf fordert zusätzlich die Aussetzung der Sozialversicherungsbeiträge. Bauernbund-Obmann Georg Strasser warnt eindringlich: 2026 bringe alle Bäuerinnen und Bauern an ihre Grenzen – „rasche und unbürokratische Entlastungsmaßnahmen" seien jetzt überlebenswichtig.

40.000 Euro Zusatzkosten – ein finanzieller Alptraum

Für Buchner bedeutet die Krise 40.000 bis 50.000 Euro Mehrkosten, während die Milchpreise im Keller bleiben und Dünger sowie Energie explodieren. Seine dramatische Bilanz: „Will man diese Landwirtschaft erhalten? Wenn ja, dann brauchen wir jetzt Unterstützung, ansonsten können wir das nicht mehr stemmen."

Fazit: Zwischen vertrockneten Wiesen und leeren Kassen entscheidet sich jetzt, ob Österreichs Bauernhöfe eine Zukunft haben.

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