Urteil erwartet

Bankomatsprenger: Maturafeier-Crasher und Fahrer im Visier

© APA/KERSTIN SCHELLER
Am zweiten Prozesstag sind nur noch zwei Angeklagte vor Gericht.
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. Der Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder einer Bankomantensprengerbande ist am Mittwoch in Wels mit nur zwei statt der ursprünglich vier Angeklagten fortgesetzt worden.

Nachdem bereits Dienstagmittag ein 35-Jähriger aus dem Verfahren ausgegliedert worden war, wurde am Abend auch ein 36-Jähriger ausgeschieden.

Von den beiden noch verbliebenen Angeklagten soll einer für die Bankomatensprengung in Wels und der andere für jene in Gmunden im Vorjahr mitverantwortlich sein. Für die Staatsanwältin war klar, dass sie "wussten, Mitglied einer kriminellen Organisation zu sein".

Dort wollten die Täter zuerst zwei feiernden Maturantinnen auf einem Parkplatz mit vorgehaltenem Messer einen Autoschlüssel abnehmen, außerdem sprühten sie den jungen Frauen eine ätzende Flüssigkeit, Salmiakgeist, ins Gesicht. Nachdem der Raub nicht glückte, versuchten sie es bei einer anderen Gruppe von Maturanten, diesmal mit Erfolg. Der erbeutete Wagen - er gehörte den Eltern eines Maturanten - wurde später ausgebrannt in einem Waldstück entdeckt.

Der 37-Jährige, der in Wels im April 2025 einen Geldautomaten gesprengt und 175.000 Euro Bargeld erbeutet haben soll, könnte bis zu fünf Jahre Haft ausfassen. Der 28-Jährige - offenbar der Fahrer und Neuling in der Gruppe - war bei der Sprengung in Gmunden nicht unmittelbar dabei.

Als Beitragstäter drohen ihm wegen der Höhe des Sachschadens - er beträgt mehr als 300.000 Euro - bis zu zehn Jahre Haft. Beide bekannten sich teilweise schuldig. Ein Urteil wird zu Mittag erwartet.

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