Offensive
NÖ Kinderbetreuung feiert "Meilenstein"
Im Zuge der Kinderbetreuungsoffensive in Niederösterreich sind bisher 600 neue Gruppen genehmigt worden. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister sprach am Mittwoch in einer Pressekonferenz von einem "Meilenstein". Bis Ende 2027 sollen insgesamt 865 neue Gruppen in Kindergärten und Tagesbetreuungseinrichtungen entstehen. "Wir sind auf einem guten Weg", betonte die ÖVP-Politikerin. Man habe "rechtzeitig Initiativen gesetzt" und "keine Probleme", das nötige Personal zu finden.
Von 2023 bis Ende 2027 werden 750 Millionen Euro in den Ausbau investiert, davon 400 Millionen Euro vom Land. Eckpunkte der Kinderbetreuungsoffensive sind eine Reduktion der Schließtage, ein kostenloses Vormittags- und ein leistbares Nachmittagsangebot, das Senken des Eintrittsalters auf zwei Jahre und kleinere Gruppengrößen.
Zweites verpflichtendes Kindergartenjahr "sehr positiv"
Die Landesrätin verwies auf die Kindertagesheimstatistik 2024/25, die erste Erfolge abbilde. Demnach entfielen rund 70 Prozent der im Jahresvergleich 360 neuen Kindergartengruppen im Bundesgebiet auf Niederösterreich. 3.592 Gruppen mit 59.019 betreuten Kindern im Bundesland bedeuten einen Höchststand. Mit einer Besuchsquote von 98,2 Prozent bei den Drei- bis Fünfjährigen liegt Niederösterreich laut Monitoring-Bericht der Statistik Austria 2024/25 im Bundesländervergleich auf Platz eins. Einem vom Bund geplanten zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr steht Teschl-Hofmeister - auch angesichts dieses hohen Anteils - "sehr positiv gegenüber", sagte sie auf Nachfrage: "Ich sehe da überhaupt kein Problem."
Auch bei der Besuchsquote bei Zweijährigen belegt Niederösterreich mit 82,1 Prozent - gemeinsam mit dem Burgenland - Rang eins. Derzeit können 99 Prozent der Gemeinden den ersten Kindern in diesem Alter einen Betreuungsplatz anbieten. Bis Ende 2027 soll diese Möglichkeit überall im Bundesland wohnortnah bestehen.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden