Hitzige Stimmung

Angst um Sicherheit: Trump macht Botschaft dicht

Ein Mann im Anzug beantwortet Fragen von Journalisten mit Mikrofonen im Freien.
© EPA
Zwei Tage vor der Präsidentenwahl in Brasilien haben die USA ihre Konsulardienste im Land aus Sicherheitsgründen vorerst ausgesetzt.
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US-Bürger wurden aufgefordert, die diplomatischen Einrichtungen auch bei dringenden Anliegen nicht aufzusuchen und sich stattdessen an den zuständigen Bereitschaftsdienst zu wenden, wie die US-Botschaft in Brasilien mitteilte.

Bis wann die Aussetzung gelten sollte, wurde ebenso wenig erwähnt wie ein möglicher konkreter Grund für die Schließung. Eine Quelle aus der US-Regierung erwähnte laut dem Fernsehsender "TV Globo" eine mögliche Bombendrohung. Unklar blieb demnach, ob diese gegen die US-Botschaft oder einen anderen Ort in Brasiliens Hauptstadt Brasília gerichtet war.

Auch Australien schließt Botschaft

Auch die australische Botschaft in Brasília blieb am Freitag aus Sicherheitsgründen geschlossen. Australien verwies auf den US-Sicherheitshinweis und riet seinen Staatsbürgern, US-Botschaft, Konsulate und deren Umgebung zu meiden.

Die brasilianische Polizei verstärkte den Schutz rund um die US-Botschaft und erklärte laut dem Nachrichtenportal "G1", dass es bisher keine konkreten Hinweise auf eine Gefahr gebe. "Was in der Praxis besteht, ist eine große Sorge angesichts der Lage, mit einer polarisierten Wahl, einer Wahl, die weltweit ganz besondere Aufmerksamkeit auf Brasilien lenkt", zitierte "G1" den Kommandanten der Militärpolizei des Bundesdistrikts, Rômulo Flávio Mendonça Palhares.

Präsidentenwahl am Sonntag

Am Sonntag findet in dem größten Land Lateinamerikas die Präsidentenwahl statt. Im Vorfeld des Urnengangs wies der brasilianische Geheimdienst Abin laut der Nachrichtenagentur Agência Brasil auf ein Risiko einer US-Einflussnahme und zunehmendem Druck auf Brasilien hin.

Die jüngsten Umfragen sehen den linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und den rechten Senator Flávio Bolsonaro - Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro - nahezu gleichauf und deutlich vor den übrigen Bewerbern. Eine Stichwahl gilt als wahrscheinlich.

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