Notmaßnahme

2-Meter-Raubfisch breitet sich im Gardasee aus

Großer Wels (Silurus glanis) schwimmt unter Wasser, gut sichtbare Barteln am Kopf.
© Getty Images/iStockphoto
Es ist bereits vom "Monster vom Gardasee" die Rede.
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Am Gardasee wächst die Sorge vor einem ungebetenen Eindringling: Der Riesenwels breitet sich in dem beliebten Urlaubsgewässer immer stärker aus und setzt heimische Fischarten unter Druck. Die Region Venetien reagiert nun mit einem Förderprogramm in Höhe von 100.000 Euro, um die invasive Art einzudämmen.

Der Wels kann mehr als zwei Meter lang und mehrere hundert Kilogramm schwer werden. Da er kaum natürliche Feinde hat, vermehrt er sich rasant. Nach Angaben italienischer Behörden bedroht er nicht nur das ökologische Gleichgewicht des Sees, sondern verursacht auch wirtschaftliche Schäden. Mit seinen kräftigen Kiefern beschädigt er regelmäßig Fischernetze und treibt die Reparaturkosten für Berufsfischer in die Höhe.

Blick auf Limone sul Garda mit Altstadt und türkisblauem Gardasee vor Bergkulisse.
© Getty Images

Notmaßnahme

Das Fördergeld richtet sich an registrierte Fischereibetriebe in der Provinz Verona. Pro Betrieb können bis zu 20.000 Euro für spezielle Netze, Kühlsysteme und Ausrüstung beantragt werden, die für den Fang der Welse benötigt werden.

Die Strategie verfolgt zwei Ziele: Einerseits soll der Bestand der invasiven Fischart reduziert werden, andererseits möchte Venetien den Wels stärker als Speisefisch vermarkten und so neue Einnahmequellen für die Fischer schaffen.

Auch andere Regionen rund um den Gardasee handeln bereits. Die Provinz Trient setzt auf gezielte Befischung, während in der Lombardei über weitere Maßnahmen diskutiert wird. Ziel ist es, die Ausbreitung des Raubfischs einzudämmen und die heimische Tierwelt des Gardasees langfristig zu schützen.

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