Wetter

UNO warnt vor extremen Wetterphänomenen

Wetter_440x220
© APA

Hitzewelle in Pakistan, Hochwasserkatastrophe in Pakistan, Erdrutsche in China, Losbrechen von Eisbrocken in Grönland.

OE24 auf Google bevorzugen

Angesichts der Hitzewelle in Russland und der durch starke Regenfälle ausgelösten Hochwasserkatastrophe in Pakistan haben die Vereinten Nationen vor einem gravierenden Wandel extremer Wetterphänomene gewarnt. Es handle es sich um eine "einmalige Abfolge von Ereignissen", die in "Intensität, Dauer und geografischer Ausbreitung alle bisherigen Wetterereignisse" übertreffe, erklärte die Weltwetterorganisation (WMO) am Mittwoch in Genf. Die WMO führte zudem die durch heftigen Regen ausgelösten Erdrutsche in China und das Losbrechen eines riesigen Eisbrockens von einem Gletscher in Grönland an.

Längere Regen- oder Hitzephasen
Der WMO zufolge könnten die extremen Wetterphänomene mit einer Veränderung von Luftströmen in der Erdatmosphäre zusammenhängen. Dabei würden solche Ströme in einer Region "blockiert", sagte der Leiter des von WMO und UNESCO geführten Weltklimaforschungsprogramms (WCRP), Ghassem Asrar. Das könne dazu führen, dass Regen- oder Hitzephasen stärker würden und länger anhielten. Europäische Wissenschaftler hätten eine solche Blockage, die zu den extremen Wetterphänomenen in Russland und Pakistan geführt hätten, bereits vor Wochen vorhergesagt und die tatsächliche Entwicklung verfolgt, sagte Asrar. Die Wetterphänomene in beiden Ländern hingen eindeutig zusammen.

Im Zuge der durch den Klimawandel ausgelösten Erderwärmung rechnen Wissenschaftler mit einer Zunahme extremer Wetterphänomene. Die WMO forderte daher, es müsse "dringend" erforscht werden, ob Häufigkeit und Dauer von Phasen einer Blockage sich änderten.

Flutkatastrophe in Pakistan


1 / 29

child10

Die Jahrhundertflut in Pakistan hat das ganze Land ins Elend gestürzt.

© EPA

aerialview01

Millionen mussten bereits aus ihren überschwemmten Häusern flüchten.

© Getty Images

child02

Manche harren aus, andere versuchen ihr Glück und fliehen.

© EPA

Promi-Aufruf: "Spenden wir für Kinder"


1 / 12

InterviewGuertlerSiC012

„Oft vergessen wir, wie gut es uns geht. Unfassbare Katastrophen, wie diese Flut in Pakistan, sind für mich ein Anlass, dankbar zu sein für das Glück, in einer so heilen Welt zu leben, aber auch ein Anlass, Hilfe zu leisten.“

© TZ Oesterreich Singer

AmbrosFrR22

„Man muss spenden, weil von der dortigen Regierung nichts zu erwarten ist. Es ist wichtig zu wissen, wo das Geld hinfließt. Ich vertraue diesmal dem Roten Kreuz.“

© Rudi Froese

SingerFTP-Lauda17.2

„Leider erschüttert uns ein Tsunami mehr, als eine Überschwemmung, obwohl die Folgen gleich verheerend sind. Aber man muss jetzt spenden, was ich auch schon getan habe.“

© Singer

Pakistan: Ausmaße der Katastrophe


1 / 10

flood8_Reuters

"Land unter" in Pakistan: Ein Gebiet doppelt so groß wie Österreich steht unter Wasser.

© Reuters

street_AP

Bisher starben 1.600 Menschen, etwa 20 Millionen sind auf der Flucht und obdachlos.

© AP Photos

street3_Reuters

Jeder achte Pakistani ist von den Folgen der Unwetter schwer betroffen.

© Reuters

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden