IWF-Nachfolge

Schieder hält Lagarde für qualifiziert

Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde
© oe24
Die französische Finanzministerin gilt als Favoritin für die Strauss-Kahn-Nachfolge.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Kandidaten für den IWF-Chefposten


1 / 10

Tharman Shanmuragatnam, Singapur

Tharman Shanmuragatnam, SingapurDer Finanzminister des asiatischen Stadtstaates wurde für seinen Vorsitz des IWF-Ausschusses für Währungs- und Finanzfragen hoch gelobt. Am Mittwoch wurde er in seiner Heimat aber zum stellvertretenden Regierungschef ernannt und steht deshalb wahrscheinlich nicht zur Verfügung.

© Reuters

Christine Lagarde, Frankreich

Christine Lagarde, Frankreich Die Regierung in Paris würde den Posten gern erneut besetzen und wirbt für ihre Finanzministerin. Die lange in den USA tätige ehemalige Anwältin kennt die internationale Finanzszene genau. Gegen sie sollen allerdings Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs eingeleitet werden. Lagarde soll eine Entscheidung zugunsten des Skandalunternehmers Bernard Tapie beeinflusst haben.

© AP

Axel Weber, Deutschland

Axel Weber, DeutschlandDer ehemalige Bundesbank-Chef könnte eine Alternative zu Lagarde sein. Er war Ende April zurückgetreten, nachdem sein harter geldpolitischer Kurs in der Schuldenkrise auf Widerstand gestoßen war. Damit stieg er auch aus dem Rennen um den Chefposten bei der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. Ab Juni will Weber als Gastprofessor an die Universität von Chicago gehen.

© Reuters

Schieder: IWF soll weiter Krisenmanager sein
Wichtig sei nun, dass der IWF seine Rolle im aktiven Krisenmanagement weiter verfolge, betonte Schieder. Diesem Anforderungsprofil würde Lagarde sicher entsprechen, sie sei eine "sehr starke" Finanzministerin. Wie die "Financial Times" heute berichtet, hat sich Lagarde durch die deutliche Unterstützung seitens ihrer britischen und deutschen Amtskollegen als klare Favoritin im Rennen um das Amt herauskristallisiert. Europa bemühe sich mit allen Kräften, seine 65-jährige Vorherrschaft im IWF zu erhalten.

Der Finanzstaatssekretär hält sich zum 50-Jahr-Jubiläum der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris auf. Am Mittwoch wird auch Bundeskanzler Werner Faymann (S) an einem Festakt zum OECD-Jubiläum in Paris teilnehmen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden