Chef von Wiener Zeitung suspendiert

Sexismus-Skandal bei Staats-Zeitung

Sexismus-Skandal bei Staats-Zeitung
© APA/GEORG HOCHMUTH

Chefredakteur forderte im Chat mit Journalistin Sex.

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Dieser Fall einer – zumindest behaupteten – ­Besetzungscouch ist einzigartig: Im Jänner hatte der Chefredakteur der noblen Wiener Zeitung, des offiziellen Staatsblattes der Republik, Reinhard Göweil, von ­einer jungen Journalistin ­sexuelle Gefälligkeiten ­gefordert – und soll im Gegenzug einen Job angeboten haben.

Die Gleichbehandlungskommission gab der Journalistin recht, dass sexuelle Belästigung vorliege. Dann ­geschah monatelang nichts.

Drei Tage nach der Wahl, am Mittwoch, konfrontierte der Eigentümervertreter, ein Beamter des Bundeskanzleramts, Göweil mit den Vorwürfen – für ihn gilt die ­Unschuldsvermutung.

Freitag folgte die fristlose Entlassung – was sofort für heftige Debatten in den sozialen Medien sorgte, da viele User die erste Umfärbung der künftigen schwarz-blauen Koalition witterten.

Geständnis in ÖSTERREICH. Noch in der Nacht auf Samstag, kurz, nachdem die sofortige fristlose Entlassung offiziell geworden war, hatte ­ÖSTERREICH als erstes Medium Göweil für eine Stellungnahme erreicht: „Ich werde klagen. Der angebliche Sex-Skandal war eine Petitesse.“

Offenbar sehen das vor ­allem die Frauen in der Medienszene Wiens ganz anders: ­Astrid Zimmermann, Aufsichtsrätin der Wiener Zeitung, outete als Erste via Twitter den Vorwurf der sexuellen Belästigung.

Hanna Herbst vom Vice-­Magazin schilderte im Detail den Chat, der nun zum Rauswurf Göweils führte.

Obwohl dieser sagt: „Es gab nie ein Bewerbungsgespräch, das war nie dienstlich und hat mit #MeToo null zu tun.“

Göweil zu ÖSTERREICH: "Es war ein privater Fehler"

ÖSTERREICH: Haben Sie eine Journalistin sexuell belästigt oder nicht?

Göweil:

ÖSTERREICH: Bleiben Sie bei Ihrer Klagsdrohung?

Göweil:

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