Ganz ohne Studium

Job mit Zukunft: Arbeitest DU bald für Elon Musk?

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Für spannende Jobs in der Raumfahrt muss man nicht unbedingt Raketenwissenschaft studiert haben. Elon Musks SpaceX sucht sogar Näher für Raumanzüge. Auch deutsche Raumfahrtfirmen setzen auf Goldschmiede, Uhrmacher und Friseure.
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Im kalifornischen Hawthorne sucht Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX einen "Space Suit Sewer". Die Mitarbeiter fertigen an Industrienähmaschinen Raumanzüge und Ausrüstung für Astronauten. Voraussetzung sind mindestens fünf Jahre Erfahrung im Nähen. Auch die Herstellung von Theaterkostümen wird als Berufserfahrung anerkannt.

Das Gehalt liegt laut Stellenausschreibung bei umgerechnet rund 67.000 bis 94.000 Euro brutto im Jahr. Das entspricht bis zu rund 7.800 Euro monatlich, gerechnet auf zwölf Monate. Für Bewerber aus Österreich ist allerdings eine zusätzliche Hürde zu beachten: Für die Arbeit in den USA braucht es die entsprechende Arbeitserlaubnis.

Goldschmiede für Raketenbauteile

Auch in Deutschland werden ungewöhnliche Fähigkeiten für die Raumfahrt gesucht. Isar Aerospace entwickelt in Bayern die Trägerrakete "Spectrum" und sucht Mitarbeiter, die Bauteile schleifen und polieren. Laut Stellenausschreibung sind Goldschmiede und Zahntechniker ausdrücklich als Quereinsteiger willkommen.

Laut Stellenausschreibung sind Goldschmiede und Zahntechniker ausdrücklich als Quereinsteiger willkommen. © Getty Images/Maskot

Entscheidend sind vor allem Präzision und ein sicherer Umgang mit empfindlichen Bauteilen. Ein klassischer Mechanikerabschluss ist für diese Tätigkeiten nicht zwingend erforderlich. Das Unternehmen nennt außerdem 30 Tage Urlaub und ein Deutschlandticket als Zusatzleistungen.

Uhrmacher montieren Satellitentechnik

Wer kleine Uhrwerke repariert oder Brillen anpasst, kann auch in der Raumfahrttechnik gefragt sein. © Getty Images

Wer kleine Uhrwerke repariert oder Brillen anpasst, kann auch in der Raumfahrttechnik gefragt sein. Der Technologiekonzern Thales sucht in Ulm Mitarbeiter für filigrane Baugruppen. Zu den Aufgaben gehören Löten, Kleben und die Prüfung technischer Komponenten für Satellitenkommunikation und Raumfahrt.

Ausdrücklich angesprochen werden unter anderem Uhrmacher, Augenoptiker und Zahntechniker. Erste einschlägige Berufserfahrung wird erwartet.

Schreiner bauen Teile für Raketen

Das Unternehmen Blackwave in Garching bei München stellt unter anderem leichte und belastbare Carbonbauteile sowie Hochdrucktanks her. Gesucht werden Mitarbeiter für Maschinenbedienung, Reinigung, Schleifarbeiten und Montage. Neben Schreinern kommen laut Ausschreibung auch Schlosser, Metallbauer und Fahrzeugmechaniker infrage.

Als Extras werden 30 Tage Urlaub und kostenloses Mittagessen genannt.

Sogar Friseure sind gefragt

Auch Friseure können in der Luft- und Raumfahrtindustrie Fuß fassen. Der Zulieferer Piekenbrink Composite nennt sie ausdrücklich als mögliche Quereinsteiger. Das Unternehmen fertigt Kunststoffbauteile für die Luft- und Raumfahrt sowie die Autoindustrie.

Auch Friseure können in der Luft- und Raumfahrtindustrie Fuß fassen. © Getty Images

Gefragt sind handwerkliches Geschick und Genauigkeit – etwa beim Zuschneiden, Verkleben und Schleifen. Laut der genannten Ausschreibung liegt der Stundenlohn zwischen 14 und 25 Euro brutto. Zusätzlich kann eine monatliche Leistungsprämie von 150 Euro möglich sein.

Was bedeutet das für Bewerber aus Österreich?

Die Beispiele zeigen, dass handwerkliche Fähigkeiten auch in Hightech-Branchen gefragt sein können. Wer sich beruflich verändern möchte, sollte allerdings genau auf die Voraussetzungen achten: Manche Stellen verlangen mehrjährige Erfahrung, andere setzen bestimmte handwerkliche Kenntnisse voraus.

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