Kein Ende der deutschen Gründerflaute in Sicht
Experten bereitet die Entwicklung zunehmend Sorgen: "Wenn wir in Zukunft einen starken Mittelstand haben wollen, dann brauchen wir Existenzgründungen, die nicht nur aus der Not geboren sind, sondern auch aus Pioniergeist", sagt Marc Evers vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).
Nur noch 346.400 gewerbliche Existenzgründungen zählte das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn im vergangenen Jahr, das waren fast 14 Prozent weniger als 2011 und zugleich der tiefste Stand seit der Wiedervereinigung. Dabei beschleunigte sich der Abwärtstrend noch in der zweiten Jahreshälfte. Auch unter dem Strich führte das zu einem kräftigen Minus: 2012 wurden rund 24 100 Firmen mehr aufgelöst, als neu an den Start gingen. Seit Mitte der 1970er Jahre war das erst der zweite Negativsaldo, heißt es bei dem Institut.
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