Milliarden-Flaute

Luxus-Gigant vor dem Absturz? Louis Vuitton kämpft mit der Krise

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Der Luxusgüterkonzern LVMH ist beim Quartalsumsatz hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
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Weniger gefragt waren unter anderem die Mode- und Lederwarenmarken wie Louis Vuitton und Dior, wie das französische Unternehmen am Montag mitteilte. Der um Währungsschwankungen bereinigte Umsatz wuchs im dritten Quartal im Jahresvergleich um ein Prozent auf 18,5 Mrd. Euro - Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg von 1,3 Prozent gerechnet.

Der Geschäftsbereich Mode und Leder, der fast die Hälfte des Konzernumsatzes erwirtschaftet, verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang von 5 Prozent, nachdem die Experten einen Rückgang von 1,8 Prozent erwartet hatten. Das Geschäft in China sei weniger dynamisch, während die USA, Europa und Japan weiterhin "gutes Wachstum" verzeichneten.

Boykott in China

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Allerdings: Viele Chinesen hatten die Hauptmarke Louis Vuitton im Juli und August boykottiert, nachdem diese einen Marken-Rechtsstreit gegen den heimischen Teehersteller Molly Tea gewonnen hatte. Manch einer hielt es für unfair, dass der Weltkonzern den viel kleineren Teehersteller vor Gericht gezerrt hatte.

Die Zahlen dürften die Sorge am Markt verstärken, dass der 350 Milliarden Dollar schwere Luxussektor nach drei Jahren des Abschwungs Schwierigkeiten haben wird, seine frühere Dynamik bald wiederzuerlangen. Europas große Luxuskonzerne haben seit Jahresbeginn rund 330 Milliarden Euro an Marktwert verloren, LVMH selbst hat etwa 40 Prozent seiner Marktkapitalisierung eingebüßt.

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