Fußis Meinung

Gaspreisbremse? Ja – aber die richtige!

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Ein Kommentar von Rudolf Fußi.
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Die Gaspreise explodieren, und die Regierung schaut tatenlos zu. Dabei liegt die Lösung längst auf dem Tisch. Mein Freund Christian Kern hat sie schon 2022 vorgeschlagen, und ich werde nicht müde, sie zu wiederholen: Nicht jedes Gas subventionieren, sondern nur jenes, das in Kraftwerken zu Strom wird. Der Grund ist simpel. Am Strommarkt bestimmt das teuerste Kraftwerk den Preis für alle, und das ist meist ein Gaskraftwerk. Wird dieses Gas billiger, sinkt der Strompreis für jeden Haushalt und jeden Betrieb, auch für Strom aus Wasser, Wind und Sonne. Jeder Steuer-Euro wirkt so mehrfach, statt mit der Gießkanne zu verpuffen.

Dass das geht, zeigt ausgerechnet Giorgia Meloni. Italien verhandelt mit Brüssel bereits einen Deckel für Kraftwerksgas, um die Stromrechnungen zu senken. Wenn Rom das schafft, hat Wien keine Ausrede mehr.

Unsere Regierung dagegen verwaltet die Krise, statt sie zu lösen. Sie wartet ab, kündigt an, vertröstet uns. Bezahlen müssen das die Menschen im Land: bei der Heizung, beim Strom, beim Einkauf. Untätigkeit ist auch eine Entscheidung, und zwar eine teure.

Die Regierung muss nichts erfinden. Sie muss nur endlich handeln.

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