Personalmangel

Wiener Gericht gehen die Richter aus

Eingang des Arbeits- und Sozialgerichts Wien mit großer Glasfassade im 9. Bezirk.
© APA/Georg Hochmuth
Das Wiener Arbeits- und Sozialgericht schlägt Alarm - der Ruf nach mehr Personal wird immer lauter.
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Am Wiener Arbeits- und Sozialgericht spitzt sich der Personalmangel drastisch zu, nach eigenen Angaben befinde man sich an der Belastungsgrenze. Derzeit liege die Arbeitsauslastung bei rund 140 Prozent, berichtet der ORF. Die Folge: Verfahren können oft nicht so rasch abgeschlossen werden, wie es für Betroffene notwendig wäre. Besonders Menschen, die auf schnelle Entscheidungen angewiesen sind, leiden zunehmend unter der Situation.

Vor allem bei Pflegegeldverfahren sorgt die Verzögerung für Probleme, da für Betroffene und deren Familien jeder zusätzliche Monat Unsicherheiten bei der Organisation und Finanzierung der Pflege mit sich bringt. Doch auch bei Kündigungsanfechtungen wird die Lage zusehends unzumutbarer, wenn es um die existenzielle Frage, ob jemand seinen Arbeitsplatz verliert oder behalten kann.

Modernes, mehrstöckiges Gerichtsgebäude mit vielen Fenstern an einer Straße in Wien.
Das Arbeits- und Sozialgericht im 9. Wiener Gemeindebezirk. © Arbeits- und Sozialgericht 'Wien'

Aktuell sind am Arbeits- und Sozialgericht Wien 35 Richter im Einsatz. Nach eigener Einschätzung reichen diese Kapazitäten jedoch längst nicht mehr aus. Mindestens neun zusätzliche Richter würden benötigt, um die Verfahren wieder rascher abwickeln zu können.

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