Seit Saisonstart

Wiener Bäder zählen 1,5 Millionen Gäste

Viele Menschen baden und entspannen sich im sonnigen Wellenbecken eines Freibads.
© APA/GEORG HOCHMUTH
Die Hitzewelle hält Wien fest im Griff und die Menschen suchen scharenweise Abkühlung. Bis einschließlich 4. August stürmten bereits über 1,5 Millionen Sonnenhungrige die städtischen Sommerbäder.
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Die Hitze kennt derzeit kein Erbarmen. Am Dienstagnachmittag wurden in Stammersdorf 41 Grad gemessen, so viel wie noch nie zuvor in Österreich. Wer kann, sucht Abkühlung im Wasser. Das zeigt sich auch in den städtischen Bädern, die bereits mehr als 1,5 Millionen Eintritte verzeichneten, wie eine oe24-Anfrage ergeben hat. Bis 4. August kamen genau 1.511.177 Badegäste. Allein in den ersten vier Augusttagen wurden damit mehr als 137.000 Eintritte gezählt.

Gänsehäufel zieht die meisten Gäste an

Bis Ende Juli besuchten insgesamt 1.374.059 Menschen die städtischen Frei- und Familienbäder. Davon entfielen 1.212.708 Eintritte auf die Freibäder und weitere 161.351 auf die Familienbäder.

Unangefochten an der Spitze liegt das Gänsehäufel. Das traditionsreiche Strandbad lockte bis 31. Juli bereits 231.492 Gäste an. Dahinter folgen das Kongreßbad mit 110.816 Eintritten und das Strandbad Alte Donau mit 93.782 Badegästen. Auch das Schafbergbad mit 75.786 Gästen, das Laaerbergbad mit 66.698 Eintritten und das Krapfenwaldlbad mit 61.896 Besuchen waren stark gefragt.

Vier Personen stehen am Eingang einer Fast-Lane-Zutrittskontrolle im Gänsehäufel.
Im Gänsehäufel startete mit der Fast-Lane ein Schnell-Zutritt-System für alle mit Dauerkarte. © Stadt Wien

Bei den Familienbädern verzeichnete das Familienbad Schweizer Garten mit 30.084 Eintritten den größten Andrang. Dahinter folgen das Familienbad Augarten mit 25.840 Gästen und das Familienbad Herderpark mit 17.310 Besuchen. "Wir sind mit dem bisherigen Saisonverlauf sehr zufrieden", heißt es von der zuständigen MA 44.

Trotz Rekordhitze wohl kein Bäderrekord

Für einen neuen Saisonrekord dürfte selbst die extreme Hitze nicht reichen. Laut Bäderverwaltung wird heuer keine neue Bestmarke erwartet. Die Latte liegt allerdings enorm hoch. Im Rekordsommer 2015 wurden rund 3,22 Millionen Badegäste gezählt. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem Jahrhundert-Sommer 2003 übertroffen. Damals kamen exakt 3.134.519 Menschen in die städtischen Sommerbäder. Erstmals wurde damit in einer Saison die Marke von drei Millionen Eintritten geknackt. Der davor gültige Rekord aus dem Jahr 1992 lag bei 2.945.465 Gästen.

Längere Öffnungszeiten kommen gut an

Aufgrund der Hitzewelle hatten das Kongreßbad, das Sommerbad Laaerberg und das Brigittenauer Bad bis vergangenen Sonntag bis 21 Uhr geöffnet. Diese Woche schließen die drei Freibäder um 20.30 Uhr. Bereits zuvor wurde im Strandbad Alte Donau ein längerer Badeabend getestet. Von 20. Juni bis 2. August blieb das Bad bei Schönwetter bis 20.30 Uhr und damit eine Stunde länger als üblich offen. "Die verlängerten Öffnungszeiten werden gut angenommen", teilte die MA 44 mit. Die Erfahrungen aus dem Testbetrieb sollen nun ausgewertet werden und als Grundlage für mögliche weitere Verlängerungen dienen.

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