Unmengen

Wien: 950 Tonnen Pflanzen aus Donau gemäht

Mähboote im Einsatz.
© APA/GEORG HOCHMUTH
In rund zwei Wochen endet die Mähsaison auf der Alten und Neuen Donau. Seit April haben 15 Boote dort rund 950 Tonnen Wasserpflanzen geschnitten (700 Tonnen in der Alten, 250 Tonnen in der Neuen Donau).
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Das ist mehr als im Vorjahr, bleibt aber weit unter dem Rekordjahr 2018 mit allein 3.350 Tonnen.

Die Pflanzen sind essenziell für sauberes Wasser, stören bei zu hohem Wuchs jedoch den Bade- und Bootsbetrieb. Um dem entgegenzuwirken, wird ihr Wachstum bereits ab Jänner überwacht.

Moderne Technik im Einsatz

Gerald Loew, Leiter der MA 45 (Wiener Gewässer), erklärt die Vorgehensweise gegenüber ORF Wien: "Auf Basis von Echolot-Sondierungen werden die Unterwasserpflanzen geortet. So können über die ganze Saison hinweg effiziente Mähpläne erstellt werden." In der Hochsaison sperren die bis zu 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich elf Hektar Wasserfläche zum Mähen ab. Die speziellen Amphibienboote schneiden die Pflanzen in 2,5 Metern Tiefe ab und sammeln das Mähgut direkt ein. Danach wird es ins Kompostwerk Lobau transportiert, wo daraus Bioerde entsteht.

Je nach Bedarf sind die Boote auch in anderen Gewässern wie dem Wasserpark im Einsatz. Da in der Alten Donau mittlerweile das hochwachsende Ährige Tausendblatt die ursprüngliche Pflanzenvielfalt verdrängt hat, testet die Stadt Wien derzeit in der Strombucht auf neun Hektar gezielt die Ansiedlung von niederwüchsigen Unterwasserpflanzen.

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