In der Schweiz beobachtet Robert Andenmatten, ein von der SRF-"Rundschau" begleiteter Helikopterpilot mit 35 Jahren Erfahrung, eine Entwicklung hin zu einer "Wohlstandsgesellschaft". Zwar rücken die Retter weiterhin zu echten Notfällen wie Schwächeanfällen oder Herzproblemen aus, doch oft wird schon bei kleinen "Wehwehchen" Hilfe angefordert. Häufige Ursache ist mangelhaftes Schuhwerk bis hin zu Stöckelschuhen. In einem besonders kuriosen Fall alarmierten Wanderer den Helikopter, weil sie lediglich Durst hatten.
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Einsatzzahlen steigen
Die Einsatzzahlen der österreichischen Bergrettung (ÖBRD) steigen zwar spürbar – von 10.097 im Jahr 2024 auf 10.912 im Jahr 2025. Ein Sprecher betonte gegenüber dem "Münchner Merkur" jedoch, dies liege nicht an bequemen Touristen, sondern schlicht daran, dass mehr Menschen und oft auch Anfänger in den Bergen unterwegs seien. Man freue sich über die Beliebtheit der Alpen und mache niemandem Vorwürfe.
Engpässe drohen
Während die Einsatzlast durch mehr Urlauber kontinuierlich wächst, stagniert die Mannschaftsstärke der österreichischen Bergrettung. Vor allem an stark frequentierten Hotspots stoßen kleinere Ortsvereine langsam an ihre Kapazitätsgrenzen. Ein bewussterer Umgang mit Notrufen bleibt daher essenziell, damit die Helikopter nicht für Kleinigkeiten starten müssen und Ressourcen für echte Notfälle bewahrt werden.
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