Völliges Chaos
Von Wien nach Kreta: Auf diesem Flug ging ALLES schief
Der Start in den Urlaub verlagerte sich für einen 45-jährigen Steyrer und seine Lebensgefährtin völlig unerwartet, berichten die "OÖN". Das Paar hatte Plätze in Reihe 13 am Notausgang gebucht, als der Ryanair-Flug von Wien nach Kreta am Freitag abgehoben ist. Die Maschine des Typs Airbus A320 der Ryanair-Tochter Lauda Europe startete bereits mit knapp 45 Minuten Verspätung. Kurz nach dem Überfliegen des Neusiedler Sees folgte die Durchsage des Kapitäns, dass das Flugzeug nach Wien zurückkehren müsse.
Grund für die Umkehr
In einer Sitzreihe waren die Sauerstoffmasken aus dem Fach gefallen. Ein Techniker versuchte am Boden vergeblich, das Problem zu beheben. Erst ein zweiter Techniker klebte die Öffnung provisorisch mit Klebeband ab. Viele Fluggäste fragten sich daraufhin, ob die Umkehr ein schlechter Scherz sei. Der Kapitän informierte die Passagiere, dass ein neuer Slot schwer zu bekommen sei, und nannte 15:40 Uhr als neue Abflugzeit. Ursprünglich hätte der Flug 7391 um 12:00 Uhr von Wien-Schwechat abfliegen sollen.
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Strenges Verhalten der Flugbegleitung
Der Fluggast aus Steyr schilderte das Verhalten der Stewardessen im vorderen Bereich als extrem streng. Es sei betont worden, dass alle Passagiere angeschnallt sitzen bleiben müssen – mit dem Hinweis: "Kein Klo, kein Alkohol, kein Rauchen." Letzteres verstehe sich von selbst. Der Steyrer merkte an, dass die Crew trotz der Ausnahmesituation und der günstigen Ticketpreise einer Low-Cost-Airline Wasser und freundliche Worte hätte verteilen können.
Konflikt um kostenlose Getränke
Drei Sitzreihen hinter dem Paar bat ein Mann, dem schlecht war, um Wasser. Die Stewardess erklärte wiederholt, dass es Wasser nur gegen Bezahlung gebe. Das Luftfahrtmagazin Austrian Wings weist darauf hin, dass dies ein Verstoß gegen die EU-Fluggastverordnung ist. Demnach besteht bei einer Abflugverspätung ab zwei Stunden Anspruch auf kostenlose Erfrischungen, Mahlzeiten oder Snacks.
Polizeieinsatz verzögert Abflug weiter
Nachdem der Mann betonte, dass er das nicht in Ordnung finde, wollte er seine Ruhe haben. Die Flugbegleiterin redete jedoch weiter auf ihn ein, woraufhin die englische Beschimpfung "Bitch" fiel. Daraufhin wurde die Polizei gerufen. Sieben Beamte betraten das Flugzeug, und auch die Rettung wurde verständigt. Der Passagier wurde schließlich aus dem Flieger geleitet und auf einer Trage abtransportiert.
Durch den Vorfall verpasste die Maschine den Abflug-Slot um 15:40 Uhr. Die Maschine hob erst um 16:30 Uhr ab – viereinhalb Stunden später als geplant. Der Steyrer betonte, so etwas noch nie erlebt zu haben und dass sich ein Teil der Crew sehr unprofessionell verhalten habe. Den Urlaub ließ er sich davon jedoch nicht verderben. Eine angefragte Stellungnahme von Ryanair stand zu Redaktionsschluss noch aus.
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