Unbekannte Hacker hätten es auf Schwachstellen in mit dem Internet verbundenen Temperaturreglern von Lebensmitteleinzelhändlern und Kühlhäusern abgesehen, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Bundespolizei FBI, der Cybersicherheitsbehörde CISA sowie der Ministerien für Gesundheit, Verkehr und Landwirtschaft.
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Jedes Unternehmen mit solchen Systemen müsse davon ausgehen, ins Fadenkreuz der Angreifer zu geraten, erklärte der amtierende CISA-Direktor für Cybersicherheit, Chris Butera. Gelinge den Tätern der Zugriff, könnten sie die Temperatur verändern, hieß es in der Mitteilung weiter. Dadurch drohten Brände, verdorbene Waren und eine kürzere Lebensdauer der Anlagen. Diese Systeme würden weltweit in verschiedenen Sektoren der kritischen Infrastruktur angegriffen, erklärte der FBI-Direktor für Cyber-Operationen, Brett Leatherman. Die Behörden riefen die Betreiber dazu auf, ihre Steuerungssysteme vom öffentlichen Internet zu trennen, sie von den Unternehmensnetzwerken zu isolieren und umgehend Software-Updates zu installieren.
Der Warnung ging eine Reihe von Cyberattacken auf gewerbliche Kühlanlagen in den USA und Europa voraus. In den vergangenen Monaten gab es mindestens drei solcher Wellen. Ermittler des US-Verteidigungsministeriums prüfen etwa, ob eine Serie ungeklärter Störungen im August an Kühlgeräten in Supermärkten auf US-Militärstützpunkten auf einen Cyberangriff zurückgeht. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters vergangene Woche. Im Oktober verursachte eine großangelegte Attacke auf französische Kühlanlagen Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Am Montag waren zudem mehr als 100 Geschäfte in ganz Europa von einem weiteren Vorfall betroffen.
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