Ab 1. September

Urlaubs-Airline streicht Gratis-Wasser

Ein Condor Airbus A320 im rot-weiß gestreiften Design startet vor blauem Himmel.
© NurPhoto via Getty Images
Die deutsche Fluggesellschaft Condor streicht auf Kurzflügen das Gratis-Wasser. Der Grund: Die Flugzeit ist für den Service zu kurz.
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Die deutsche Airline Condor ist vor allem bei Ferienfliegern sehr beliebt. In den vergangenen Jahren veränderte sich das Unternehmen. Seit Sommer 2025 werden Flüge zu diversen europäischen Städten angeboten. Diese waren nämlich dringend nötig. Denn im vergangenen Jahr hat die Lufthanse den jahrzehntealten Zubringervertrag gekündigt, wonach Condor reagieren musste.

Der Wandel brachte einige Schwierigkeiten, insbesondere im täglichen Betrieb. Wie "aeroTELEGRAPH" berichtet, sollen Mitarbeiter folgendes Schreiben erhalten haben: "Insbesondere die sehr kurzen City Strecken sind für den Inflight Service aufgrund der sehr limitierten Flugzeit herausfordernd." Aus diesem Grund erstellte Condor ein neues Servicekonzept für Kurz- und Mittelstreckenflüge. Laut der Fluggesellschaft soll der Betrieb "einfacher, klarer und zukunftsfähig" sein.

Drei Szenarien getestet

Im vergangenen Februar und März testete Condor auf mehreren besonders kurzen Flügen das neue Servicekonzept. Darunter fielen etwa die Flugstrecke Frankfurt - Berlin oder Frankfurt - Zürich. Diese Flüge dauern jeweils eine Stunde. Die reine Flugzeit beträgt sogar nur rund eine halbe Stunde.

In der Economy Class kamen drei Szenarien zum Einsatz. Beim ersten gab es Wasser nur auf Nachfrage. Beim zweiten ging ein Crewmitglied mit einer Wasserflasche durch den Gang und servierte auf Wunsch Wasser. Beim letzten Szenario wurden Getränke gegen Bezahlung angeboten.

Gratis-Wasser führte zu Problemen

Die Tests hatten ein klares Ergebnis. Das Unternehmen erklärt das Ergebnis, "dass Wasser nur auf Nachfrage zu einem Dominoeffekt führen kann, sobald mehrere Gäste nacheinander bestellen". Besonders bei kurzen Flügen kann es dazu kommen, dass nicht alle Wünsche der Passagiere erfüllt werden könnten.

Zudem bringt das Ausschenken aus einer großen Flasche andere Tücken mit sich. Condor schreibt, dass es zwar "umsetzbar sei, wurde operativ jedoch als weniger effizient und weniger professionell wahrgenommen".

"Von Gästen und Crews insgesamt positiv bewertet"

Ein limitiertes Buy-on-Board-Service lässt sich "dagegen gut in den Ablauf integrieren". Zusätzlich wird das Angebot "von Gästen und Crews insgesamt positiv bewertet". Sehr beliebt seien Kaffee und Wasser gewesen. Eine Sprecherin von Condor sagt: "Die Tests dienten dazu, die verschiedenen Varianten unter realen Bedingungen zu bewerten und die für die kurze verfügbare Servicezeit passende Lösung zu identifizieren."

Dieses Konzept soll somit ab dem 1. September eingeführt werden. Die Sprecherin erklärt: "Am besten bewährt hat sich ein auf Getränke konzentriertes Angebot, das von Gästen und Crews positiv bewertet wurde." Sie setzt fort: "Zum Start umfasst das Sortiment Wasser, Kaffee und Tee." Die Auswahl soll auf Basis der Nachfrage regelmäßig angepasst werden. Somit bietet Condor bei ihren kürzeren Flügen kein kostenloses Wasser mehr an.

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