New York

Trump-Hammer: "Ich werde sie in die Hölle schicken"

Ein Mann hält eine Rede am Rednerpult der Vereinten Nationen, drei Personen sitzen dahinter.
© APA/AFP/POOL/BRENDAN SMIALOWSKI
Bei der UNO-Generalversammlung in New York trafen sich die Mächtigen der Welt. Auch die österreichische Spitze um Bundespräsident Van der Bellen, Kanzler Stocker und Außenministerin Meinl-Reisinger ist vor Ort. oe24 berichtet live aus New York.
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Die Diplomatie steht im Mittelpunkt, während oe24 live vor Ort aus New York berichtet. Neben Bundespräsident Alexander Van der Bellen reisten auch Kanzler Christian Stocker und Außenministerin Beat Meinl-Reisinger an. Mit Spannung erwartet wurde zudem die Rede von US-Präsident Donald Trump. Eröffnet wurde die Vollversammlung von UN-Generalsekretär António Guterres, der ein düsteres Bild der Welt zeichnete, aber auch auf Kooperation setzt. Kein Land könne die Herausforderungen allein meistern. Militärische und technologische Macht allein reichten nicht für Frieden und Sicherheit aus.

Österreich bei der UNO-Vollversammlung in den USA:

Mehrere Delegierte aus Österreich sitzen bei einer Konferenz im Sitzungssaal.
Stocker, Meinl-Reisinger, Van der Bellen © Instagram / vanderbellen
Ein Mann spricht am Rednerpult der Vereinten Nationen, im Hintergrund steht ein Wachmann.
Donald Trump © APA/AFP/ANGELA WEISS
Ein Mann im Anzug mit roter Krawatte betritt einen abgedunkelten Raum, eine Frau geht vorbei.
Donald Trump © APA/AFP/ANGELA WEISS

Eindringlicher Appell von Guterres

Guterres ging auch direkt auf die Lage in Nahost ein, wo sogenannte Waffenstillstände nur zu "weniger Feuer" führten und Zivilisten den Preis zahlten. In seiner Rede stellte er klar: "Genug ist genug". Die Kämpfe müssten enden und humanitäre Hilfe müsse fließen. Den Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 nannte er "abscheulichen", betonte jedoch, dass der darauffolgende Angriff auf Gaza Zerstörung in einem Ausmaß brachte, das er in seiner Amtszeit noch nie gesehen habe. Er mahnte unter Applaus: "Wir können nicht erlauben, dass die Zweistaatenlösung vor unseren Augen verschwindet".

Ein Mann im Anzug betritt einen Saal, im Hintergrund stehen zwei Sicherheitskräfte.
© APA/AFP/ANGELA WEISS
Eine Frau im schwarzen Anzug betritt eine Treppe bei einer formellen Veranstaltung.
Melania Trump © APA/AFP/ANGELA WEISS

Globale Krisenherde im Blickpunkt

Ebenfalls sprach Guterres den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands in der Ukraine an, wo Zivilisten weit von den Frontlinien getötet würden. Im Sudan herrsche zudem ein "Krieg gegen Zivilisten" mit sexueller Gewalt, während das Land auseinandergerissen werde.

Der US-Präsident sorgte bereits vor seiner Rede für Aufsehen. Gegenüber Journalisten richtete er scharfe Worte an Putin: "Beenden Sie den Krieg."

Selbstlob für den Präsidenten

Trump lobte sein Land und natürlich seine Regierung in seiner Rede: "Amerika ist zurück", sagt Trump. Der US-Präsident hielt, wie letztes Jahr in New York, eine Lobrede auf sich selbst. Auch teilte er gegen seinen Vorgänger Joe Biden aus, der ihm eine furchtbare Situation hinterlassen habe: "Vor zwei Jahren war unser Land tot, jetzt sind wir das heißeste Land der Welt."

Ansage an Iran

"Ich habe Frieden gemacht", sagte Trump mit Blick auf die angespannte Situation in der Welt. Dann griff er den Iran scharf an: Er werde dem Iran nie erlauben, Atomwaffen zu besitzen. Den Mullahs war er vor, einen Angriff auf Europa geplant zu haben. "Ich werde sie in die Hölle bringen", drohte Trump, wenn es keinen Deal zwischen dem Iran und den USA gebe.

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