Medien-Wirbel
Trotz Tor bei 5:1-Sieg: "Arnautovic blamiert sich"
Ein Tor, zwei vergebene Großchancen und dann auch noch eine deutliche Ansage vom Trainer. Für Marko Arnautovic wird die Luft bei Roter Stern Belgrad dünner. Zwar traf der ÖFB-Rekordspieler beim 5:1 gegen Mladost Lučani zum 2:0 (47.), doch die serbische Presse nahm ihn trotzdem ins Visier. Doppelt bitter: Nach dem Spiel kündigte Trainer Albert Riera Veränderungen im Winter an.
Auch interessant
Medien rechnen mit Arnautovic ab
Den härtesten Angriff lieferte das serbische Portal Mondo. "Marko Arnautovic blamiert sich auf der Marakana", lautete die Schlagzeile noch während des Spiels.
Was war passiert? In der 19. Minute fiel dem Österreicher nach einem abgewehrten Schuss von Muhammed Cham der Ball rund sechs Meter vor dem Tor vor die Füße. Statt einzuschieben, jagte Arnautovic ihn über die Latte.
Für Mondo war der Fehlschuss Anlass, auch mit seinen bisherigen Leistungen abzurechnen. Schließlich sei Arnautovic der bestbezahlte Spieler bei Roter Stern. Entsprechend hoch seien die Erwartungen an den prominenten Neuzugang.
Immerhin lieferte der 37-Jährige nach der Pause die passende Antwort. In der 47. Minute traf er zum 2:0. Später scheiterte er noch an der Stange, den Abpraller verwertete Mohamed Abu Fani zum 3:0 (56.).
Doch selbst das besänftigte die Kritiker nicht. Sportal stellte nach dem 5:1 fest, dass Arnautovic mehr Chancen vergeben als Tore erzielt habe.
Trainer Riera kündigt Konsequenzen an
Nach dem Schlusspfiff wurde es auch abseits des Rasens interessant. Roter-Stern-Coach Albert Riera sprach auf der Pressekonferenz Klartext. Im Winter werde sich zeigen, welche Spieler seinen Anforderungen entsprechen und wer künftig nicht mehr zum Kader gehören soll.
Wie Sportal berichtet, machte der Spanier deutlich, dass sich jeder seinen Platz durch Leistung verdienen müsse. Im Dezember könnten deshalb personelle Konsequenzen folgen.
Arnautovic wurde dabei nicht namentlich angesprochen. Allerdings trifft die Ansage auf einen Stürmer, dessen Rolle unter Riera zuletzt ohnehin für Diskussionen sorgte.
2,5 Millionen netto: Arnautovic unter Druck
Noch beim Europacup-Spiel gegen Lugano hatte Arnautovic 90 Minuten lang zuschauen müssen. Gegen Mladost durfte er wieder von Beginn an ran und erzielte immerhin seinen dritten Ligatreffer.
Dass der ÖFB-Rekordspieler in Belgrad besonders kritisch beobachtet wird, ist nichts Neues. Bereits im August hatte Sportal getitelt: "Der Teuerste, aber er spielt schlecht."
Laut serbischen Medienberichten kassiert der 37-Jährige 2,5 Millionen Euro netto pro Saison – rund 208.000 Euro im Monat. Kein Profi in der Geschichte von Roter Stern soll zuvor so viel verdient haben
Riera nahm seinen Angreifer damals in Schutz. Tore seien nicht alles, auch Laufwege und die Räume, die ein Stürmer für seine Mitspieler schaffe, müssten bewertet werden.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden