Falsche Papiere

Tierschutz-Betrug aufgeflogen: 42 Hunde und Katzen gestrandet

Zwei verängstigte Welpen kuscheln sich neben Trümmern und Müll auf einem schmutzigen Boden.
© Unsplash
In Wien wurde im Juli nach einem Hinweis aus der Bevölkerung ein mutmaßlich illegaler Tiertransport aus der Ukraine gestoppt. An Bord: 42 Hunde und Katzen, die laut Unterlagen zu einer Tierschutzorganisation in Paris gebracht werden sollten. Mittlerweile besteht jedoch der Verdacht, dass es sich dabei nur um eine Briefkastenfirma handelte – die Tiere waren längst über soziale Medien und Messenger-Dienste an Interessenten in mehreren europäischen Ländern verkauft worden.
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Bei der Kontrolle fielen zudem erhebliche Ungereimtheiten bei Herkunftsnachweisen und Gesundheitszeugnissen auf, mutmaßlich wurden auch Tollwut-Impfzertifikate gefälscht.

Besonders gefährlich: Die Ukraine gilt als Tollwut-Endemiegebiet

Infizierte Tiere können zunächst völlig gesund wirken und das Virus dennoch übertragen. Bricht die Krankheit aus, endet sie bei Mensch und Tier fast immer tödlich. Die betroffenen Tiere müssen deshalb erneut geimpft werden und bleiben monatelang isoliert untergebracht, bis ein Infektionsrisiko sicher ausgeschlossen ist. Die beteiligten Personen wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Tierschutz- und Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) warnt eindringlich vor solchen Käufen: „Nur weil Tierschutz draufsteht, ist noch lange keiner drin." Wer helfen wolle, solle sich an österreichische Tierheime wenden, wo gerade im Sommer viele Tiere auf ein neues Zuhause warten. Zurück blieben oft „hohe Kosten, verunsicherte Familien und gebrochene Herzen" – vor allem aber leidende Tiere.

Fazit: Wer online ein Herz aus Drittstaaten kauft, riskiert im schlimmsten Fall ein tödliches Virus statt eines treuen Begleiters.

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