PSG - Aston Villa

Supercup-Show in Salzburg

Zwei Fußballer und ein Pokal
© KI Fotomontage
Champions-League-Sieger Paris SG und Europa-League-Champion Aston Villa krachen am Mittwoch (21 Uhr, ServusTV) in der Red Bull Arena aufeinander.
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Für einen Abend wird Salzburg zum Mittelpunkt des europäischen Klubfußballs. Vor 28.500 Zuschauern geht der UEFA-Supercup (ab 21 Uhr im Sport24-Liveticker) in der Mozartstadt über die Bühne. PSG will den Titel verteidigen – muss dabei aber womöglich auf einen beträchtlichen Teil seiner Stars verzichten.

Die Statistik macht Paris trotzdem zum klaren Favoriten: In zwölf der vergangenen 13 Supercup-Auflagen setzte sich der Champions-League-Sieger durch. PSG könnte zudem erst die zweite Mannschaft seit Real Madrid 2016 und 2017 werden, die den Titel verteidigt.

PSG bangt um seine WM-Stars

Das große Fragezeichen steht hinter den WM-Fahrern. Weltfußballer Ousmane Dembélé, Bradley Barcola, Désiré Doué, Warren Zaïre-Emery und Lucas Hernández stiegen nach ihren Einsätzen für Frankreich erst am Montag wieder ins Training ein. Das gilt auch für Marokkos Achraf Hakimi und Spaniens Weltmeister Fabián Ruiz. Ein Einsatz im Supercup ist äußerst fraglich.

Und dann ist da noch Lucas Digne. Der 33-Jährige kehrte erst am Sonntag ausgerechnet von Aston Villa nach Paris zurück. Für PSG spielte der Außenverteidiger bereits von 2013 bis 2015. Ob es gegen seinen Ex-Club schon für Einsatzminuten reicht, ist offen.

PSG-Trainer Luis Enrique interessiert die Vergangenheit ohnehin wenig. "Unsere Titel sind irrelevant, das ist Vergangenheit. Wir müssen nach vorne schauen und weiter gewinnen", stellt der Spanier klar. Einfach werde das nicht: "Auf dem Level gibt es sehr viele Teams, die die gleiche Ambition haben."

Villa weiß, wie man PSG ins Wanken bringt

Auch Aston Villa kommt mit Personalsorgen nach Salzburg. Morgan Rogers und Youri Tielemans sind nicht mehr dabei, Rekord-Sommer-Zugang Johan Manzambi fällt wegen einer Knieverletzung noch Wochen aus. Laut UEFA fehlen zudem Leon Bailey und Amadou Onana.

Verstecken will sich Villa trotzdem nicht. "Es ist fantastisch, sich mit dem besten Team der Welt zu messen und um einen weiteren Titel zu kämpfen", sagt Villa-Trainer Unai Emery. Der Spanier spricht von einem "riesigen Test" – und weiß aus eigener Erfahrung, dass PSG verwundbar ist.

Der Supercup ist die Neuauflage des Champions-League-Viertelfinales 2025. PSG gewann das Hinspiel 3:1, Villa schlug im Rückspiel mit einem 3:2 zurück. Paris rettete sich mit insgesamt 5:4 ins Halbfinale.

Emery hat dieses Duell nicht vergessen: "Im Rückspiel damals haben wir gezeigt, dass wir ihr Level erreichen können. Das ist sehr wichtig für den Kopf. Wenn wir unsere Bestleistung abrufen, werden wir Chancen bekommen."

28.500 Fans: Salzburg ist ausverkauft

Die Bühne für die Supercup-Show ist jedenfalls angerichtet. Beide Clubs haben ihr Kontingent von jeweils 7.000 Karten ausgeschöpft, das Stadion in Wals-Siezenheim ist mit 28.500 Zuschauern ausverkauft. Erstmals wird hier das Finale eines UEFA-Klubwettbewerbs ausgetragen. So stark im internationalen Fußball-Fokus stand die Arena zuletzt bei der EM 2008, als dort drei Spiele ausgetragen wurden.

Auch an der Pfeife gibt es eine Premiere. Omar Artan aus Somalia ist der erste Nicht-Europäer, der einen UEFA-Supercup leitet. Der 34-Jährige hätte bereits bei der WM pfeifen sollen, ihm wurde allerdings die Einreise in die USA verweigert.

PSG kennt das Gefühl, diesen Pokal zu stemmen. Im Vorjahr setzte sich Paris gegen Tottenham im Elfmeterschießen durch. Aston Villa holte den Supercup 1982/83 gegen Barcelona. Gibt es am Mittwoch nach 90 Minuten keinen Sieger, geht es ohne Verlängerung direkt ins Elfmeterschießen.

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