Aufreger

Nach Eklat: Israel kassiert 0:3-Pleite gegen Iren

Irland-Kapitän Dara O'Shea verweigert seinem israelischen Gegenüber den vor dem Anpfiff üblichen Handschlag.
© Sportsfile via Getty Images
Vor dem Nations-League-Spiel in der Österreich-Gruppe hatte es einen Eklat um einen verweigerten Handshake gegeben. Sportlich kassierte Israel eine 0:3-Niederlage gegen Irland.
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Schon vor der Partie am Sonntagabend brodelt es im neutralen Debrecen. Irland-Kapitän Dara O'Shea verweigert seinem israelischen Gegenüber den vor dem Anpfiff üblichen Handschlag. Der Ire vermeidet auch demonstrativ jeden Blickkontakt, bei der Israel-Hymne starren die Iren auf den Boden.

Drei Tore in zwölf Minuten

Im Spiel selbst machten die Iren mit drei Toren zwischen 13. und 25. Minute alles klar. Mit dem 3:0 schrieb Österreichs nächster Gegner nach der Niederlage im Kosovo zum Auftakt damit erstmals an, Israel bleibt punktlos.

Für Irland war die Partie mit dem Hintergrund der israelischen Militäroffensive in Gaza ein notwendiges Übel. Torhüter Gavin Bazunu hatte erklärt, aus persönlichen Gründen nicht spielen zu können. Die irischen Spieler trugen schwarze Armschleifen "in Gedenken an alle, die im Konflikt ihr Leben verloren haben", wie Verbands-Geschäftsführer David Courell vor dem Spiel bekannt gab.

Am Spielfeld war rasch alles entschieden. Troy Parrott von Betis Sevilla bezwang Daniel Peretz per Flachschuss (13.), ehe Swanseas Adam Idah (16.) und Jack Moylan von Cardiff City (25.) nachlegten. Moylan küsste nach seinem Treffer die schwarze Schleife. Die irischen Fans - rund ein Dutzend war im Stadion dabei - waren hoch erfreut. Die Israelis wurden von rund 150 Anhängern angefeuert. Nach der Pause kam das Team um den ehemaligen Salzburg-Profi Oscar Gloukh auf, wirklich gefährlich wurde es für die Iren aber nicht mehr.

Das Rückspiel gegen Israel wird auch Irland außerhalb der Heimat bestreiten. Am 4. Oktober wird im serbischen Backa Topola gespielt.

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