Immobilien

So viele Kika/Leiner-Filialen wurden bereits verkauft

© TZOe Artner
Die Grazer Immobiliengruppe Supernova verkaufte bisher 23 von 37 ehemaligen Kika/Leiner-Filialen. Firma besitzt knapp 100 Einzelhandelsobjekte in sechs europäischen Ländern.
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Die Grazer Supernova-Gruppe hat bisher 23 von 37 ehemaligen Kika/Leiner-Möbelhäusern verkauft. Anfang 2025 schlossen die letzten Standorte der insolventen Möbelkette. 14 Ex-Kika/Leiner-Standorte sind noch im Eigentum der Supernova, davon werden sechs selbst entwickelt, hieß es auf APA-Anfrage. Aus früheren Filialen der Möbelkette wurden die Shopping-Center Supernova Villach und Eisenstadt, die bereits eröffnet haben.

Die Weiterentwicklung der Kika/Leiner-Flächen in Wien Laxenburgerstraße, Salzburg, St. Pölten und Klagenfurt durch Supernova ist noch in Vorbereitung. Einen Zeitplan, bis wann die Immobiliengruppe die letzten acht ehemaligen Kika/Leiner-Immobilien verkauft haben will, gibt es nicht. "Es gibt laufend Gespräche, aber noch nichts Konkretes", hieß es von einem Supernova-Sprecher. Es sei geplant, "die Immobilien möglichst rasch wieder dem Wirtschaftskreislauf zuzuführen". Die Supernova-Gruppe kaufte im Mai 2023 die Kika/Leiner-Immobilien der Signa-Gruppe rund um Rene Benko ab. Ein Kaufpreis wurde damals nicht genannt.

Schrittweise Verwertung der Kika/Leiner-Immobilien

Ende 2024 erwarb eine Gesellschaft der XXXLutz-Gruppe elf ehemalige Standorte der Möbelkette von Supernova, heuer eröffnen sechs davon als XXXLutz, Mömax oder Möbelix. Andere ehemalige Kika/Leiner-Standorte wurden oder werden zu Einkaufszentren oder gemischt genutzten Gewerbeimmobilien umgebaut. Auch Wohnprojekte in Ex-Kika/Leiner-Filialen sind in Diskussion, unter anderem in Salzburg.

Der Handelsimmobilien-Entwickler Supernova mit Sitz in Graz wurde 1994 von Frank Albert gegründet und ist mittlerweile nach eigenen Angaben einer der führenden Eigentümer und Betreiber von Einzelhandelsimmobilien in Zentral- und Südosteuropa. Nach eigenen Angaben hat das eigentümergeführte Unternehmen "führende Marktpositionen" in Slowenien und Kroatien und weitere Standorte in Österreich, der Slowakei und Rumänien sowie eine wachsende Präsenz in Italien. Im Jahr 2015 wurde Supernova einer größeren Öffentlichkeit bekannt, als das Unternehmen einen Großteil der Baumax-Baumärkte kaufte und sie an die deutsche Heimwerkerkette Obi vermietete.

Supernova gehören rund 100 Einzelhandelsobjekte

Die Supernova-Gruppe von Frank Albert besitzt heute 96 Einzelhandelsobjekte in sechs europäischen Ländern. Der Marktwert der Supernova-Immobilien beträgt laut Firmenangaben rund 2,3 Mrd. Euro. Die vermietbare Fläche beläuft sich derzeit auf 1,24 Mio. Quadratmeter. Die annualisierten Jahresmieteeinnahmen der Supernova von rund 1.200 Mietern - unter anderem Anbieter des täglichen Bedarfs, Lebensmittelhändler und Diskonter - betrugen zuletzt rund 181 Mio. Euro.

Die Grazer Immobiliengruppe ist seit vergangenem Jahr auch am Kapitalmarkt aktiv. Im Juni 2025 hat die Supernova Invest GmbH ihre erste Anleihe begeben. Das Volumen betrug 550 Mio. Euro. Mitte Juni 2026 platzierte die Immobiliengruppe eine neue Senior-Anleihe über 300 Mio. Euro. Beide Anleihen haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Nettoemissionserlös wird laut Firmenangaben vor allem für die Finanzierung von Akquisitionen und für die Rückführung bestehender besicherter und unbesicherter Bankverbindlichkeiten verwendet. Die Supernova hat aktuell ein Investment-Grade-Rating von Fitch mit BBB- und einen stabilen Ausblick.

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