2,40 Euro mehr

So funktioniert die Paketsteuer bei Amazon

Drei Amazon-Pakete stehen gestapelt vor einer Haustür auf einer Fußmatte.
© Getty Images
Jede Bestellung kostet ab heute 2,40 Euro mehr.
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Die neue Paketsteuer verteuert viele Online-Bestellungen. Versandhändler mit mehr als 100 Mio. Euro Umsatz in Österreich müssen ab 1. Oktober die Steuer in Höhe von zwei Euro pro Paket oder Bestellung bezahlen. Inklusive Umsatzsteuer sind es 2,40 Euro. Die betroffenen Unternehmen – etwa Amazon - geben die Mehrkosten an die Kunden weiter.

2,40 Euro pro Bestellung

Bei Amazon werden die 2,40 Euro einmal pro Bestellung fällig, unabhängig davon, wie viele Artikel man bestellt. Bei Spar-Abos ist die Paketsteuer derzeit im Gesamtbetrag der ersten Bestellung enthalten. Für die wiederkehrenden Lieferungen im Rahmen von Spar-Abos wird die Paketsteuer nicht verrechnet.

Amazon-Bestellübersicht mit Gesamtbetrag von 19,05 € und gelbem "Jetzt kaufen"-Button.
Wenn deine Lieferadresse in Österreich liegt, wird im Warenkorb darauf hingewiesen, dass beim Bezahlvorgang die Paketsteuer in Höhe von 2,40 € hinzukommt © Amazon

Sendet man alle Artikel zurück einer Bestellung zurück, bekommt man auch die Paketsteuer erstattet. Behält man aber zumindest einen Artikel der Bestellung, so muss man die Steuer zahlen.

16 Händler betroffen

16 große Online-Händler und Online-Marktplätze, die Pakete an Endverbraucher verschicken, sind von der nationalen Paketsteuer betroffen. Zu den Unternehmen zählen unter anderem Amazon, Ebay, Ikea, Mediamarkt, Shop-Apotheke, Temu, XXXLutz und Zalando. Betroffen von der Abgabe sind laut Handelsverband auch 4.000 österreichische Betriebe, die über große Online-Marktplätze an Konsumenten verkaufen. Versandhändler können sich entscheiden, ob sie die Steuer pro Paket oder pro Bestellung berechnen und abführen. Wenn der Händler sich für eine Paketsteuer-Berechnung pro Bestellung entscheidet, muss ein Kunde zum Beispiel für eine Bestellung mit drei Paketen nur einmal die Abgabe von 2,40 Euro zahlen. Bei Rücksendungen nach erfolgreicher Paket-Zustellung bleibt die Steuerpflicht bestehen. Das Finanzministerium geht von einem Paketsteueraufkommen von 280 Mio. Euro pro Jahr aus. Dies soll die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ab 1. Juli zum Teil gegenfinanzieren.

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