Hohes Tierwohl

Schönbrunns Tieren geht es "ausgezeichnet"

Ein Schwarzschwanz-Präriehund hält ein Blatt in den Pfoten und sitzt auf herbstlichem Laubboden.
© APA/DANIEL ZUPANC
Der Wiener Tiergarten Schönbrunn hat seine Global-Humane-Zertifizierung für hohe Standards im Tierwohl bestätigt bekommen. Im Vorjahr war der Zoo als erster Österreichs mit dem Gütesiegel ausgezeichnet worden.
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Der Wiener Tiergarten Schönbrunn hat seine Global-Humane-Zertifizierung für hohe Standards im Tierwohl bestätigt bekommen. Im Vorjahr war der Zoo als erster Österreichs mit dem Gütesiegel ausgezeichnet worden. Bei der aktuellen Überprüfung wurden neue Anlagen, der aktuelle Tierbestand und Verbesserungsmaßnahmen berücksichtigt, teilte der Tiergarten am Donnerstag mit. Die Global Humane Society prüft das Wohlergehen von Tieren in Zoos, Aquarien und Naturschutzzentren weltweit.

Seit der ersten Zertifizierung habe sich viel getan: Eine neue Anlage für asiatische Gebirgstiere bietet Himalaya-Tahren und erstmals auch den gefährdeten Goldtakinen ein Zuhause. Für die von der Ausrottung bedrohten Onager, eine Wildeselart aus dem heutigen Iran, wurde eine Steppenlandschaft geschaffen. Auch die Umgestaltung des historischen Bärenkäfigs in eine moderne Anlage für zwei stark bedrohte heimische Arten, Feldhamster und Blauracken, floss in die Bewertung ein. "Wir freuen uns besonders, dass auch unsere neuen Anlagen und der weiterentwickelte Tierbestand erfolgreich in die erneute Zertifizierung aufgenommen wurden", sagte Direktor Stephan Hering-Hagenbeck.

Verbesserungen, die seit der ersten Überprüfung umgesetzt wurden, betreffen etwa die Neugestaltung der Präriehund-Anlage, aber auch die Umsetzung kleinerer Anregungen. So wurden zwei Auftau-Kühlschränke für die Fischversorgung der Mähnenrobben und Pinguine angeschafft. Bei der Beschäftigung der Tiere wird ein neues System getestet, dabei soll ein "Enrichment"-Plan den Pflegerinnen und Pflegern einen besseren Überblick geben. Zum Welttierschutztag am 4. Oktober (Sonntag) unterstreiche man den Anspruch, die Bedürfnisse der Tiere bestmöglich zu berücksichtigen, hieß es aus dem Tiergarten Schönbrunn. (APA)

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