Schock

Rosenheim-Cops: Sender wirft Kult-Star raus!

Ein Mann und eine Frau posieren gemeinsam im Freien bei einer Veranstaltung.
© Getty Images
Ein vertrautes Gesicht verlässt das beliebte bayerische Polizeirevier im ZDF und ORF. Schauspieler Alexander Duda, der seit 20 Jahren die Rolle des Polizeichefs Gerd Achtziger verkörpert, wird nach der aktuellen Staffel nicht mehr für die Erfolgsserie "Die Rosenheim-Cops" vor der Kamera stehen.
OE24 auf Google bevorzugen

Seit dem Jahr 2006 gehört der beliebte Darsteller als Leiter des Kommissariats zum festen Kern der langlebigen Vorabendserie. Doch der Abschied geschieht keineswegs auf eigenen Wunsch des Schauspielers. Duda stellt klar, dass er der Serie sehr gerne weiterhin die Treue gehalten hätte und die Entscheidung letztlich von den Verantwortlichen hinter den Kulissen getroffen wurde.

Im Interview mit BILD erklärt Alexander Duda die Hintergründe seines unfreiwilligen Abschieds: "Ich finde es schade, dass das meine letzte Staffel wird. Das war eine dramaturgische Entscheidung der Produktion und des ZDF. Ich hätte sicherlich auch in den nächsten Jahren noch gerne weiter gemacht." Ausschlaggebend für die Drehbuchautoren sei die realistische Altersgrenze im Beamtentum gewesen, da Staatsdiener im Regelfall mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze pensioniert werden. Zwar schlug der Darsteller augenzwinkernd vor, seine Figur buchstäblich bis zum Erreichen der 80 im Dienst zu belassen oder einen pensionierten Polizeichef zu spielen, doch dieser Ansatz passte nicht ins Konzept der Serienmacher. Groll hege er deswegen allerdings keinen, da er negative Gefühle grundsätzlich vermeiden wolle.

Kritik an der TV-Branche und große Zukunftspläne

Dennoch nutzt der erfahrene Schauspieler seinen Abschied für eine grundsätzliche Nachdenklichkeit über die Mechanismen der heutigen Fernsehlandschaft. Er beobachte seit geraumer Zeit eine bedenkliche Entwicklung bei großen Produktionen: "In vielen Reihen werden ältere Schauspieler entlassen oder die Serien eingestellt. Das finde ich generell sehr schade."

Für das Rentendasein fühlt sich Alexander Duda noch viel zu energiegeladen und fit. Er plant keineswegs, sich zur Ruhe zu setzen, sondern möchte sowohl vor der Kamera als auch auf den Theaterbühnen weiterhin präsent sein. Seiner beruflichen Zukunft blickt er gelassen entgegen, da er sich körperlich in Topform befindet und keinerlei Probleme hat, umfangreiche Texte zu verinnerlichen. Seine Vitalität verdankt er einem konsequenten Trainings- und Ernährungsplan. Er fährt intensiv und sportlich Fahrrad und trainiert drei- bis viermal wöchentlich an einer Rudermaschine im Keller. Zudem ernährt er sich als Flexitarier, kocht zu Hause stets frisch und greift nur noch selten zu Fleisch, da Gemüse für ihn zum vollwertigen Fleischersatz geworden ist.

Große Emotionen und Tränen bei der letzten Klappe

Der letzte Drehtag am Set der Erfolgsserie verlangte dem Ensemble emotional alles ab. Die Autoren schrieben dem langjährigen Serienstar eine maßgeschneiderte Abschiedsfolge, in der sogar zum allerersten Mal seine Ehefrau in der Serie in Erscheinung tritt.

Als die letzte Klappe fiel, konnte Duda seine Rührung kaum noch verbergen: "Meine Abschiedsklappe ist mir schwergefallen. Es ist eine wunderbare Ausstiegsfolge, die quasi auf mich zugeschnitten ist. Zum ersten Mal taucht meine Ehefrau in der Serie auf. Als wir fertig waren, konnte ich die Tränen nur mit Mühe zurückhalten. Ich hatte richtig feuchte Augen und das ist bei mir selten." Nach so vielen Jahren am Set seien ihm die Kollegen tief ans Herz gewachsen, weshalb sich das Serien-Ende wie eine echte Trennung im realen Leben anfühle.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden