Flughafen München

Rätsel um bayrischen Puma bleibt ungelöst

Rettung der Berglöwen: Puma-Projekt in Washington
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Gut zwei Wochen nach der Sichtung eines möglichen Pumas nahe dem Münchner Flughafen bleibt unklar, was für ein Tier auf den Aufnahmen von damals zu sehen ist
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"Es gab keine eindeutige Meinung", sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Erding. Die Behörde hatte die Aufnahmen aus der Wärmebildkamera eines Jägers mehreren Experten zur Bewertung vorgelegt. Diese sei nun ohne abschließendes Ergebnis geblieben.

Nach der Sichtung am 6. Oktober hatte die Polizei zunächst mit Drohnen, einem Hubschrauber, Hunden und Beamten nach dem Tier gesucht, das auf den Aufnahmen zu sehen war - allerdings ohne Erfolg. Eine Woche lang hätten die Ermittler zudem Wildtierkameras in dem Naturschutzgebiet bei Oberding (Landkreis Erding) ausgewertet, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Erding, Sebastian Pinta. "Da sind verschiedenste heimische Wildtierarten drauf, aber keine großen Katzenarten."

Keine neuen Hinweise mehr - aber weiter Arbeit für Ermittler

Waren zunächst noch zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung zu möglichen weiteren Raubkatzen-Sichtungen eingegangen, habe sich Stand Mittwoch sechs Tage lang niemand mehr gemeldet diesbezüglich, sagte Pinta. Auch mögliche Beute einer Raubkatze sei in der Region nicht gefunden worden. Die Polizei habe deshalb ihre Suchmaßnahmen nach dem Tier eingestellt, werde bei neuen Hinweisen aber "sensibel reagieren".

Ganz eingestellt hat die Ermittlungsgruppe der Polizei in Erding ihre Arbeit zur Puma-Suche aber nicht. Unter anderem prüfen die Beamten, ob das Teilen mit Künstlicher Intelligenz kreierter Aufnahmen einer Raubkatze in der Region eine Ordnungswidrigkeit sein könnte. Entsprechende Bilder zirkulierten nach der ursprünglichen Sichtung.

Pinta hatte das Teilen solcher Aufnahmen nach der Sichtung scharf kritisiert: "Das ist eine bewusste falsche Hinweisgebung an die Polizei", sagte er bei einer Pressekonferenz im Erdinger Landratsamt. "Und sie beunruhigen durch die Verbreitung auf Social Media die Wohnbevölkerung. Und das lassen wir als Polizei nicht zu." Die Aufnahmen, die die Suche nach dem Tier ausgelöst hatten, halte man nach wie vor für authentisch, betonte Pinta. "Aber was da zu sehen war, bleibt nach wie vor erst einmal offen."

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