Vizepräsident JD Vance zeigte sich nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse extrem kritisch. In einem ausführlichen Beitrag auf der Plattform X nannte der mögliche republikanische Spitzenkandidat für die Präsidentschaftswahl 2028 den Iran-Krieg als Hauptgrund für die Niederlage: "Der Grund für unsere Niederlage ist der Krieg. Der Präsident selbst hat das gestern Abend gesagt." Zudem forderte er Befürworter des Militäreinsatzes auf, Verantwortung zu übernehmen: "Wenn Sie argumentieren möchten, dass es das wert war, dass das Verlieren des Senats für die nächsten sechs Jahre es wert war, dann tun Sie das. Argumentieren Sie, dass es ein lohnender Preis war. Zu zustimmen oder nicht, das ist zumindest ehrlich."
Der Sohn gegen den Vater
Donald Trump Jr., der älteste Sohn des US-Präsidenten, reagierte positiv auf die Aussagen von Vance. Er kommentierte den Beitrag mit den Worten "Jedes Wort davon ist..." und fügte drei Emojis mit der Zahl 100 hinzu. Vance hatte sich zuvor intern gegen den Krieg ausgesprochen, seine öffentliche Kritik im Jahresverlauf jedoch zurückgehalten und Unterstützer um Geduld gebeten. Auch Außenminister Marco Rubio hatte Donald Trump intern zur Vorsicht geraten, sich nach dem ausbleibenden raschen Ende der Operation jedoch selten öffentlich geäußert.
Minister Hegseth jetzt schwer angezählt
Die Spitzenvertreter der Republikaner verlangten einen personellen Umbau im Weißen Haus – ein Regierungsmitglied ist dabei besonders in den Fokus geraten: Kriegsminister Pete Hegseth. Der frühere Fox-News-Moderator hatte den Iran-Krieg entschieden unterstützt und als Pentagon-Chef mitverantwortet. Die dadurch gestiegenen Energiepreise und die zunehmende Inflation gelten als wichtige Faktoren für die Wahlniederlage der Republikaner. Laut einem Insider der "New York Post" wächst deshalb innerhalb der Regierung die Kritik an Hegseth. "Unter ranghohen Mitarbeitern des West Wing sind die Messer gegen ihn definitiv gewetzt", berichtet ein Vertrauter des Weißen Hauses. Ob seine Entlassung bereits beschlossen sei, stehe allerdings noch nicht fest.
Offiziell hält Trump (noch) an seinem Kriegsminister fest: Auf eine entsprechende Frage sagte er: "Nein, ich finde, er macht einen sehr guten Job."
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