Sommerzeit bleibt

Per Verordnung: Regierung beschließt Zeitumstellung

Ein Mann im Anzug mit Krawatte vor einem unscharfen blauen Hintergrund.
© APA/HANS KLAUS TECHT
Auch in den kommenden Jahren werden in Österreich die Uhren zweimal jährlich umgestellt.
OE24 auf Google bevorzugen

Die Bundesregierung legt nun per Verordnung fest, wann die Sommerzeit in den Jahren 2027 bis 2031 beginnt und endet. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) bringt die entsprechende Verordnung in den Ministerrat ein.

Der Grund für den scheinbar ungewöhnlichen Regierungsschritt liegt in den EU-Vorgaben: Die Termine für den Wechsel zwischen Sommer- und Normalzeit werden auf europäischer Ebene jeweils für fünf Jahre verbindlich festgelegt. Österreich muss diese Vorgaben anschließend in nationales Recht übernehmen.

Was aus dem Projekt Zeitumstellung wurde
© Getty Images

Stillstand in der EU

Damit stehen die Termine bereits fest. 2027 werden die Uhren am 28. März auf Sommerzeit und am 31. Oktober wieder zurückgestellt. 2028 folgen der 26. März und der 29. Oktober, 2029 der 25. März und 28. Oktober. 2030 beginnt die Sommerzeit am 31. März, zurück geht es am 27. Oktober. 2031 wird am 30. März vor- und am 26. Oktober zurückgestellt.

Dabei könnte die Regelung eigentlich längst Geschichte sein. Seit Jahren wird auf EU-Ebene über eine Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert. Eine EU-weite Einigung scheiterte jedoch bislang an unterschiedlichen Vorstellungen der Mitgliedstaaten. Befürchtet wird unter anderem ein Flickenteppich verschiedener Zeitzonen innerhalb Europas. Im Februar 2026 gab die EU-Kommission zudem eine neue Studie zur Zeitumstellung in Auftrag. Bis zu deren Ergebnissen bleiben die Uhren in Österreich daher zweimal jährlich in Bewegung.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden