Paukenschlag

ÖVP-Beben im Stiftungsrat: Schütze geht

Stv. Stiftungsratsvorsitzender Gregor Schütze
© APA/GEORG HOCHMUTH
Der Stiftungsrats-Vize zieht sich zurück – jetzt steigt Druck auf SPÖ-Lederer.
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Wien. Am Ende der mehrstündigen ORF-Stiftungsratssitzung – die 13 neuen Direktoren von Clemens Pig wurden mit überwältigender Mehrheit gewählt – sorgte Gregor Schütze für die Überraschung des Tages am ORF-Küniglberg.

Der ÖVP-Stiftungsrats-Vize verkündete schließlich seinen übrigen 34 Kollegen im ORF-Aufsichtsratsgremium seinen Rückzug: Nach der Wahl des Direktoriums würde sich der ORF auf einem Weg in eine "gute Zukunft" befinden. Die Sitzung sei ein "Meilenstein". "Ich werde im Anschluss an diese Sitzung mit dem heutigen Tag meine Funktion als ORF-Stiftungsrat zurücklegen und meinen beruflichen Fokus wieder ausschließlich auf meine Unternehmen richten."

Jetzt wird es "eng für Heinz Lederer"

Druck. Schütze geriet nach dem unfreiwilligen Abgang von Roland Weißmann ebenso ins Visier wie SPÖ-Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer.

Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer am Dienstag, 11. August 2026, im Rahmen einer Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrats mit Bestellung der Direktoren-Riege in Wien.
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Schütze ließ "seinen" ÖVP-Stiftungsräten bei der Wahl von Pig tatsächlich freie Hand. Immerhin fünf votierten im Juni denn auch nicht für den dann gewählten designierten ORF-Chef Pig.

Der Rückzug von Schütze bringt jetzt freilich den roten Stiftungsratsvorsitzenden Lederer noch stärker unter Druck. Zuletzt wurde bekannt, dass dieser - nach Aussagen von Weißmann - als Beschuldigter in einem Anfangsverdachtverfahren geführt wird.

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