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"Österreich-Aufschlag" im Visier der Handels-Bosse

© Billa, Robert Harson
Erich Szuchy, der Chef von BILLA, fordert auf oe24 faire Bedingungen in der EU.
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Der Österreich-Aufschlag bedeutet, dass die gleichen Markenprodukte in Österreich teils deutlich teurer sind als in Deutschland. Eine aktuelle AK-Preiserhebung zeigt: Der untersuchte Warenkorb mit identen Lebensmitteln war 2026 in Österreich durchschnittlich rund 26 Prozent teurer als in Deutschland. Bei einzelnen Produkten lagen die Preisunterschiede bei 93 Prozent.

Eine wesentliche Rolle spielen dabei sogenannte territoriale Lieferbeschränkungen - die Markenhersteller verkaufen das gleiche Produkt an deutsche Händler günstiger als an österreichische. Etwa weil im deutschen Markt größere Stückzahlen abgenommen werden. Österreichische Händler können dann nicht vom günstigeren Einkauf im Binnenmarkt profitieren.

"Braucht wirksame Lösung auf europäischer Ebene"

"Unterschiedliche Beschaffungspreise und territoriale Lieferbeschränkungen im europäischen Binnenmarkt sind Themen, die ein einzelner Händler nicht lösen kann", sagt Erich Szuchy, der Chef von Billa zu oe24. "Hier braucht es eine wirksame Lösung auf europäischer Ebene. Wir unterstützen alle Maßnahmen der Bundesregierung, die zu faireren Einkaufsbedingungen führen."

Der "Österreich-Aufschlag" ist also im Visier der Handels-Bosse. Sie alle fordern die EU auf, hier für faire Regeln für alle im Binnenmarkt zu sorgen. Die territoriale Lieferbeschränkungen der Markenhändler müssen fallen", ist die Forderung der Händler. Die Regierung unter Kanzler Stocker will hier weiter Druck machen und hoffentlich bald Ergebnisse liefern.

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