Tankrabbat

Nur 9 Euro Ersparnis pro Monat

Die Spritpreisbremse bringt nicht wirklich eine große Entlastung.
© APA
Die Bundesregierung reduziert vom 1. Oktober bis 31. Dezember die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter, mit der geringeren Mehrwertsteuer sollen an der Zapfsäule 17 Cent weniger fällig werden. Doch die Ersparnis für die Autobesitzer fällt ziemlich gering aus.
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Der Dieselpreis liegt derzeit bekanntlich bei etwa 2,30 Euro. Bund und Länder rechnen für die Dauer des Tankrabbats mit Steuerausfällen von 2,5 Milliarden Euro – je zur Hälfte. Bundestag und Bundesrat sollen das Gesetz noch in dieser Woche passieren lassen. Schon von Mai bis Juni gab es denselben Rabatt; er kostete allein den Bund etwa 1,6 Milliarden Euro.

Doch jeder Autofahrer wird trotzdem nur minimal entlastet - DIW-Ökonom Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission, rechnet vor: Wer in drei Monaten 2100 Kilometer fährt und 158 Liter verbraucht, spart bei voller Weitergabe 27 Euro, also neun Euro im Monat.

Ein Pendler mit 30 Kilometern Arbeitsweg, 4500 Kilometern und 338 Litern käme auf 57 Euro in drei Monaten, also 19 Euro monatlich. Bei 50 Litern Tankfüllung wären rechnerisch gut acht Euro drin. Sozialpolitisch wirkt die Hilfe grob: Vielfahrer und Haushalte über dem Median profitieren stärker.

200 Millionen Euro kamen nicht bei Kunden an

Die Monopolkommission schätzt, dass anfangs 14 bis 17 Cent weitergegeben wurden, dann weniger - mehr als 200 Millionen Euro der Entlastung kamen nicht bei den Kunden an. Das Ifo-Institut fand beim Diesel nur drei Viertel der Senkung an der Tanksäule, beim Benzin fast die volle Summe.

Die SPD verweist auf 80 bis 90 Prozent Weitergabe und setzt zusätzlich auf einen Spritpreisdeckel ab Januar 2027 nach belgischem oder luxemburgischem Vorbild.

Duso warnt: Ein Deckel werde oft zum Zielpreis, an dem sich auch billigere Stationen orientieren und drohe den Wettbewerb zu dämpfen.

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